08:54 13 Dezember 2019
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    Syrien-Konflikt: USA verlieren Kontrolle über Assad-Gegner

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    Washington kann die syrischen Oppositionskräfte kaum noch zügeln, stellt die „Rossijskaja Gaseta“ am Dienstag fest.

    Washington kann die syrischen Oppositionskräfte kaum noch zügeln, stellt die „Rossijskaja Gaseta“ am Dienstag fest.

    Angesichts des US-Haushaltsdefizits klingen die Kriegswarnungen des Außenministers John Kerry merkwürdig. Präsident Barack Obama muss unnötige Kriegsausgaben vermeiden. Kerry wurde deshalb beauftragt, gemeinsam mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow nach diplomatischen Lösungen im Syrien-Konflikt zu suchen.

    Ob Kerrys diplomatische Anstrengungen erfolgreich enden, ist allerdings unklar. Ein nächster Schritt könnte die Genf-2-Konferenz sein. Russland hält seine Verpflichtungen ein. Das Assad-Regime in Damaskus zeigte sich bereit, Vertreter zu den Verhandlungen zu schicken. Die Amerikaner sind jedoch kaum noch in der Lage, die syrischen Oppositionellen in Schach zu halten.

    Kerry gab häufig zu verstehen, dass er die Gegner des Präsidenten Baschar al-Assad jederzeit zu Verhandlungen überreden könnte. In Wirklichkeit aber kommt es zuletzt  immer öfter zu Konflikten zwischen den verschiedenen Oppositionskräften. Erfolg haben dabei vor allem die mit der al-Qaida verbundenen Einheiten.

    So hat die radikale Bewegung „Islamischer Staat im Irak und der Levante“ der Freien Syrischen Armee (FSA) den Krieg erklärt. Sie wirft der FSA vor, mit den US-amerikanischen und deutschen Geheimdiensten zu kooperieren, Hilfsgüter zu unterschlagen und den Assad-Truppen zu helfen.

    Die FSA begann ihrerseits eine Operation zur Übernahme der Provinz Aleppo. Viele Experten sind davon überzeugt, dass die gemäßigten Oppositionellen keine entsprechenden Kräfte haben. Dennoch werden in den an die Türkei grenzenden Gebieten ständig neue Konflikte zwischen den verschiedenen Oppositionsgruppierungen registriert.

    Falls die FSA diesen Kampf verliert, hat der US-Chefdiplomat niemanden, der an der Genf-2-Konferenz teilnehmen könnte. Denn die al-Qaida wird mit Assad unter keinen Umständen verhandeln, und die syrische Auslandsopposition hatte ohnehin keine richtigen Instrumente, um die Situation in Syrien zu kontrollieren.

     

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