19:42 23 August 2017
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    Venezuela: Präsident Maduro wittert Verschwörung

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    Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat drei US-Diplomaten des Landes verwiesen, weil sie Sabotage-Akte geplant haben sollen, schreibt die Zeitung „Nowyje Iswestija“ am Mittwoch.

    Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat drei US-Diplomaten des Landes verwiesen, weil sie Sabotage-Akte geplant haben sollen, schreibt die Zeitung „Nowyje Iswestija“ am Mittwoch.

    Maduro warf den US-Diplomaten vor, die rechte Opposition bei ihren Sabotageplänen zu unterstützen.

    Die Diplomaten Kelly Keiderling, Elizabeth Hunderland und David Mutt hätten 48 Stunden Zeit, das Land zu verlassen. „Yankees go home!“, rief Maduro.

    Laut Experten wurden die US-Diplomaten angesichts der Kommunalwahlen am 8. Dezember ausgewiesen. Venezuela ist wirtschaftlich schwer angeschlagen.

    Es fragt sich, warum es einem Land mit dermaßen großen Ölvorräten an Währungsreserven mangelt. Die bereits 2010 unter Hugo Chávez begonnenen Stromausfälle häufen sich. Die Opposition wirft der Regierung Misswirtschaft und Korruption vor.

    Präsident Maduro zufolge ist die konservative Opposition eine Marionette der USA, des größten Feindes der Bolivarischen Revolution. Wegen angeblichen Verschwörungen hatte er seine Teilnahme an der UN-Vollversammlung in New York abgesagt.

    Laut Oppositionsführer Henrique Capriles will Maduro mit seinen Vorwürfen davon ablenken, dass er nicht in der Lage ist, das Land zu regieren. Das Ergebnis dieser Politik seien Versorgungsengpässe und Stromausfälle.

    In den Supermärkten fehlt es an Reis, Kaffee und Mehl. Für die größte Verärgerung in der Bevölkerung sorgt jedoch der Mangel an Toilettenpapier.

    Die venezolanische Regierung macht die Opposition und die CIA für die Engpässe verantwortlich. Seinen politischen Gegnern zufolge ist die Mangelwirtschaft auf die Abhängigkeit von Importen und die strikte Preiskontrolle zurückzuführen. Venezuelas Ölförderung ging in den vergangenen Jahren zurück. Die Finanzpolitik von Chávez führte dazu, dass Waren und Lebensmittel importiert werden.

    Maduro kündigte die Bildung eines Gremiums an, das Unternehmen und Geschäftsleute kontrollieren soll. Zudem will die Regierung im benachbarten Kolumbien Produktionskapazitäten für fast eine Milliarde Dollar erwerben.

     

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