05:56 19 November 2017
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    Krawalle in Moskau * Arafat vermutlich mit Polonium vergiftet * Groß-Amnestie im Vorfeld der Spiele in Sotschi geplant * Russen finden kaum Freunde im Netz * „Offener Himmel“: US-Experten fotografieren russische Garnisonen *

    Krawalle in Moskau * Arafat vermutlich mit Polonium vergiftet * Groß-Amnestie im Vorfeld der Spiele in Sotschi geplant * Russen finden kaum Freunde im Netz * „Offener Himmel“: US-Experten fotografieren russische Garnisonen *

    „Kommersant“ (www.kommersant.ru)
    Krawalle in Moskau

    Eine sogenannte „Volksversammlung“, deren Anlass der Mord am 25jährigen Jegor Stscherbakow war, endete am Sonntag im Moskauer Randbezirk West-Birjuljowo mit den massivsten Krawallen seit Jahren. Angestiftet wurden sie von Nationalisten, die zu Pogromen gegen Migranten aufriefen, weil der junge Mann angeblich von einem „kaukasisch aussehenden“ Täter ermordet worden war.  Innenminister Wladimir Kolokolzew stellte die Forderung, den Mörder von Stscherbakow sowie die Anstifter der Unruhen zu finden, und drohte der Leitung der Moskauer Polizei mit Entlassungen. 

    Arafat vermutlich mit Polonium vergiftet

    An persönlichen Gegenständen und im Körper des Ende 2004 verstorbenen Palästinenserführers Jassir Arafat sind Spuren von radioaktivem Polonium-210 sichergestellt worden. Das geht aus einem Bericht von Schweizer Experten hervor, der in der angesehenen britischen Fachzeitschrift „The Lancet“abgedruckt ist. Vorerst nicht veröffentlicht sind indes die Ergebnisse einer Untersuchung, die auf Forderung von Arafats Witwe von Gerichtsmedizinern aus drei Ländern, darunter auch aus Russland, vorgenommen wurde. 

    „Nesawissimaja Gaseta“ (www.ng.ru)

    Groß-Amnestie im Vorfeld der Spiele in Sotschi geplant

    Der Menschenrechtsbeirat des russischen Präsidenten wird Wladimir Putin einen Plan für eine umfassende Amnestie vorlegen. Wenn er angenommen wird, werden Teilnehmer des „Bolotnaja“-Prozesses, Mitglieder der Punkband Pussy Riot, Ex-Yukos-Chef Michail Chodorkowski und sein Geschäftspartner Platon Lebedew auf freien Fuß kommen. Experten sind indes nicht sicher, dass der Kreml auf diese Weise in der Tat vorhat, das Thema der politischen Verfolgungen der Opposition ein für alle Mal ad acta zu legen. Wie Andrej Rjabow, Mitglied des Forschungsrates des Moskauer Carnegie-Zentrums, feststellt, sind aus dem Kreml äußerst widersprüchliche Signale zu vernehmen. Im Kreml gibt es sowohl Befürworter als auch Gegner von Kontakten mit der außerparlamentarischen Opposition. „Im Vorfeld der Olympischen Spiele wäre es für die Behörden von Vorteil, die politischen Gefangenen freizulassen, um die Spannungen zu eseitigen, die dieses Problem im In- und Ausland hervorruft“, äußerte er. 

    „RBC Daily“ (www.rbcdaily.ru)

    Russen finden kaum Freunde im Netz

    Die meisten russischen Bürger haben ihre engsten Freunde am Arbeitsplatz (38 Prozent) und in der Schule (24 Prozent) kennengelernt, stellt das Meinungsforschungsinstitut WZIOM fest. 18 Prozent der Freunde stammen aus den Hoch- und Fachschulen, an denen sie studiert haben. 16 Prozent zählen die Nachbarn zu ihren besten Freunden. 12 Prozent pflegen Freundschaftsbeziehungen noch aus ihrer Kindheit. Im Netz haben dabei nur ein Prozent der Befragten Freunde gefunden. 

    „Rossijskaja Gaseta“ (www.rg.ru)

    „Offener Himmel“: US-Experten fotografieren russische Garnisonen

    Experten aus den USA und Schweden werden diese Woche einige russische und weißrussische Garnisonen fotografieren und aus der Luft auf Video aufnehmen. Diese Aktion ist vom internationalen Vertrag über den „Offenen Himmel“ vorgesehen. Die Flugrouten wurden mit russischen und weißrussischen Generälen im Voraus abgestimmt. Der Sinn der Inspektionsflüge besteht in der Verhinderung von Überraschungsangriffen auf Nachbarterritorien.