21:22 20 August 2017
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    Neue Abkommen: Russland versorgt China mit Gas und Öl

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    Bei den russisch-chinesischen Regierungskonsultationen am Dienstag in Peking sind mehr als 20 Abkommen unterzeichnet worden, schreibt die „Rossijskaja Gaseta“ am Mittwoch.

    Bei den russisch-chinesischen Regierungskonsultationen am Dienstag in Peking sind mehr als 20 Abkommen unterzeichnet worden, schreibt die „Rossijskaja Gaseta“ am Mittwoch.

    Die russisch-chinesischen Beziehungen zeichnen sich nicht nur durch die Zahl der signierten Dokumente, sondern auch durch die Qualität der Zusammenarbeit aus. Trotz der Weltwirtschaftskrise und des rückläufigen Handels zwischen den beiden Ländern hat sich die Lage zuletzt verbessert. Sowohl der russische Regierungschef Dmitri Medwedew als auch sein chinesischer Amtskollege Li Keqiang betonten, dass ein Handelsumsatz von 100 Milliarden Dollar bis 2015 erreichbar sei.

    Medwedew äußerte den Wunsch, dass Russland und China künftig den Schwerpunkt auf gegenseitige Investitionen legen werden. Er betonte, dass die mündlich vereinbarten Gaslieferungen nach China demnächst zu Papier gebracht werden. Medwedew zufolge müssen jetzt der Preis und die Lieferbedingungen festgelegt werden.

    Wie Gazprom-Chef Alexej Miller betonte, beginnen nach der Unterzeichnung des Vertrags über Gaslieferungen durch die Pipeline „Sila Sibiri“ die Verhandlungen über Gaslieferungen aus Westsibirien. Dafür soll eigens die Pipeline „Altai“ nach China verlegt werden.

    Falls der Vertrag in diesem Jahr unterzeichnet werde, könnten die Lieferungen 2018/2020 beginnen und die Höchstkapazität von 38 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr erreichen, so der Energieminister Alexander Nowak.

    Die Unternehmen Jamal SPG und PetroChina International haben Basisverträge über Gaslieferungen geschlossen. Das „Jamal“-Projekt sieht den Bau eines Flüssiggaswerks mit einer Kapazität von 16,5 Millionen Tonnen pro Jahr vor.

    Die russische Vnesheconombank unterzeichnete mit chinesischen Banken mehrere Abkommen im Wert von fast zwei Milliarden Dollar. 400 Millionen Dollar wurden von den chinesischen Partnern für den Bau des dritten Energieblocks des Kraftwerks Ekibastus in Kasachstan bereitgestellt. Weitere 700 Millionen Dollar fließen für den Kauf chinesischer Waren.

    Auch im Ölgeschäft einigte man sich auf einen Vorvertrag. Die russische Ölholding Rosneft will den chinesischen Konzern Sinopec im Laufe von zehn Jahren mit jährlich zehn Milliarden Tonnen Öl versorgen.

    Laut Medwedew pflegen beide Länder auch im humanitären und Bildungsbereich enge Kontakte. „In Russland studieren derzeit rund 25.000 Chinesen“, sagte Medwedew. „An chinesischen Hochschulen studieren 15.000 russische Studenten. Insgesamt beträgt der Studentenaustausch somit 40.000 Personen. In den nächsten Jahren soll diese Zahl auf 100.000 wachsen“, so Medwedew.

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