14:33 23 Januar 2020
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    Nahost-Gespräche: USA haben einen Plan B

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    Die US-Behörden haben einen Krisenplan für den Fall vorbereitet, dass die Friedensverhandlungen zwischen den Israelis und den Palästinensern scheitern, schreibt die Zeitung „Nowyje Iswestija“ am Mittwoch.

    Die US-Behörden haben einen Krisenplan für den Fall vorbereitet, dass die Friedensverhandlungen zwischen den Israelis und den Palästinensern scheitern, schreibt die Zeitung „Nowyje Iswestija“ am Mittwoch.

    Die von US-Außenminister John Kerry initiierten Friedensverhandlungen verlaufen bislang ohne nennenswerte Ergebnisse. Es wurde sogar pathetisch von Verhandlungen gesprochen, die den israelisch-palästinensischen Konflikt endgültig beilegen.

    Die israelische Justizministerin Tzipi Livni und der Jurist Yitzhak Molcho haben sich mit den Palästinenservertretern Saib Arikat und Mohammed Shtaje bereits 15 Mal getroffen. Die Treffen verliefen im Beisein des US-Gesandten Martin Indyk in Jerusalem und Jericho. Ein großer Streitpunkt ist weiterhin der Status von Jerusalem.

    Die israelische Zeitung „Haaretz“ und der Radiosender „Reshet Bet“ legten einige Informationen offen. Demnach hat Washington einen Krisenplan zur friedlichen Lösung des Konfliktes ausgearbeitet, falls Israel und Palästina bis Januar keine bedeutenden Ergebnisse erreichen sollten.

    Der Krisenplan basiert auf Parametern, die der frühere US-Präsident Bill Clinton im Verlauf der Verhandlungen zwischen dem damaligen israelischen Premier Ehud Barak und Palästinenserführer Jassir Arafat im Jahr 2000 in Taba formuliert hatte.

    Diese Parameter sehen den Rückzug Israels hinter die Grenzen von 1967, die Teilung Jerusalems, die Einführung eines Sonderstatus für die Altstadt, die Evakuierung aller jüdischen Siedlungen vom Westufer des Jordans sowie die Übergabe eines großen Teils der israelisch-jordanischen Grenze unter  palästinensische Kontrolle. Doch weder Israel noch Palästina sind mit diesen Vorschlägen einverstanden. Den Israelis zufolge würde sich der jüdische Staat in den Grenzen von 1967 in ein Ghetto verwandeln. Palästina besteht auf der Rückkehr von mehr als 500.000 Arabern in ihre Häuser, aus denen sie  nach der Gründung des israelischen Staates vertrieben worden waren, sowie die Umsiedlung von fast sechs Millionen ihrer Nachkommen nach Israel.

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