SNA Radio
    Zeitungen

    Anti-Korruptions-Kampf: China nimmt Beamte an die kurze Leine

    Zeitungen
    Zum Kurzlink
    0 01
    Abonnieren

    Die chinesische Führung hat mit ihren Erfolgen bei der Korruptionsbekämpfung ein Beruhigungsmittel für die Gesellschaft gefunden, schreibt die Zeitung „Nowyje Iswestija“ am Mittwoch.

    Die chinesische Führung hat mit ihren Erfolgen bei der Korruptionsbekämpfung ein Beruhigungsmittel für die Gesellschaft gefunden, schreibt die Zeitung „Nowyje Iswestija“ am Mittwoch.

    Nach der Machtübernahme im November 2012 hat Xi Jinping der Korruption den Krieg angesagt. Ein erster Schritt in dieser Richtung war die Kampagne für Einsparungen beim Haushalt.

    Millionen Beamte mussten nicht nur teure Anzüge und Uhren ablegen, die sie sich mit ihren offiziellen Löhnen unmöglich leisten konnten, sondern auch ihre Luxusautos in den Garagen lassen oder an Verwandte weiterschenken. Nicht zuletzt gaben viele auch ihren Liebhaberinnen den Laufpass, so die Zeitung. Die Staatsbediensteten sollen Bescheidenheit üben und an den Wohlstand ihres Volkes denken.

    Viele von ihnen traten aus Golfklubs aus. Auf den Speise- und Getränkekarten für die offiziellen Bankette wurden Haiflossensuppe und teure Weine gestrichen.

    Im Kampf gegen korrupte Beamte wurde vor allem auf Repressalien gesetzt. Die Kommission für Disziplinkontrolle teilte mit, dass nahezu 20 000 Mitglieder der Kommunistischen Partei zur Verantwortung gezogen wurden. Mehr als 5000 von ihnen hatten ihre Dienstwagen zweckwidrig gebraucht. Mehr als 900 hatten viel zu üppige offizielle Veranstaltungen organisieren lassen. Vielen anderen wurden Faulheit und Inkompetenz vorgeworfen.

    Gleichzeitig wurden acht konkrete Fälle des Haushaltsmittelmissbrauchs angeführt. So wurde ein Beamter aus Wuhan (Provinz Hubei) verwarnt, als bekannt wurde, dass er für zehn Mitarbeiter eine Vergnügungsreise nach Hainan auf Staatskosten organisiert hatte.

    In einem anderen Fall wurde der Leiter der Justizverwaltung der Provinz Hunan dafür verwarnt, dass er bei der Hochzeit seines Sohnes ein Geldgeschenk in Höhe von 140 000 Yuan (umgerechnet 22 800 US-Dollar) bekommen hatte. Die Provinzregierung hat deshalb den Beschluss gefasst, dass Beamte keine Geldgeschenke zum Geburtstag, Hochzeit usw. bekommen dürfen. Diese empörten sich und verwiesen darauf, dass solche Geschenke nichts mit dem Staatsdienst zu tun hätten. Als Antwort hörten sie allerdings, dass sie diese Forderung entweder zu erfüllen haben oder ihren Dienst quittieren müssen.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren