19:25 25 September 2018
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    Russlands Kredit an Kiew – ein Knockout für Klitschko * Putins Mammut-Pressekonferenz brachte wenig Neues * Russland: Neujahrsbescherung widerspiegelt Arm-Reich-Gefälle * Begnadigung von Chodorkowski kommt zu spät *

    Russlands Kredit an Kiew – ein Knockout für Klitschko * Putins Mammut-Pressekonferenz brachte wenig Neues * Russland: Neujahrsbescherung widerspiegelt Arm-Reich-Gefälle * Begnadigung von Chodorkowski kommt zu spät * 
     
    „Rossijskaja Gaseta“ (www.rg.ru)
     
    Russlands Kredit an Kiew – ein Knockout für Klitschko
     
    Russlands Gas-Rabatt und der 15-Milliarden-Dollar-Kredit für die Ukraine, der laut Premier Nikolai Asarow die „Annahme eines Sozialhaushalts für 2014 ermöglicht“, hat der Opposition, die auf dem Euro-Maidan friert, ihren letzten Trumpf genommen. Das Vorgehen Moskaus ist mit einem mächtigen Knockout vergleichbar, den Vitali Klitschko und seine Partei Udar („Schlag“) hinnehmen mussten und von dem sich die politischen Gegner des ukrainischen Präsidenten noch lange erholen werden. Im Grunde genommen hat die Opposition die anstehende Präsidentenwahl 2015 bereits verloren. 
     
     „Nesawissimaja Gaseta“ (www.ng.ru)


    Putins Mammut-Pressekonferenz brachte wenig Neues


    Die große jährliche Pressekonferenz von Wladimir Putin hat seinem politischen Image keine signifikanten Merkmale hinzugefügt. Das Format eines mehrstündigen Gesprächs mit Medienvertretern scheint allmählich überschüssig zu werden. Wie auch bei dem online-Marathon und der Jahresbotschaft an die Föderationsversammlung sendete Putin die gleichen Messages an ein und dieselbe Zuhörerschaft, während sich die Schattierungen als nebensächlich erweisen. Immer öfter behauptet sich Putin ganz bewusst als überzeugter Konservativer. Beim gestrigen Gespräch mit Journalisten wurde klar, dass der Konservatismus des Präsidenten die Verteidigung nicht nur der „traditionellen Werte“, sondern auch der bereits bestehenden politischen Praktiken umfasst – darunter auch derjenigen, die sich als uneffektiv erwiesen haben. 
     „Nowyje Iswestija“ (www.newizv.ru)


    Russland: Neujahrsbescherung widerspiegelt Arm-Reich-Gefälle


    In Russland ist die Zahl der Menschen gestiegen, die ihren Liebsten teure Geschenke machen wollen, ergab eine online-Umfrage der Zeitung kurz vor Neujahr. Zugleich nahm der Anteil der Menschen zu, die sich auf herzliche Worte beschränken wollen. Dies zeugt laut Experten von einer immer größer werdenden Kluft zwischen Arm und Reich in Russland. 
     
    „Wedomosti“ (www.vedomisti.ru)
     
    Begnadigung von Chodorkowski kommt zu spät
     
    Die Verschlechterung des Images des Landes kurz vor den Olympischen Winterspielen in Sotschi, die Wirtschaftsstagnation sowie das schlechte Investitionsklima – all das sind Gründe, die Putin haben dürfte, um sich eine Regelung der Situation um Chodorkowski zu wünschen. Es ist nicht auszuschließen, dass Putin die Freilassung von Chodorkowski als einen Weg zur Lösung dieser Probleme betrachtet hat. Vorläufig ist jedoch schwer vorstellbar, dass der durch die Begnadigung von Chodorkowski erzielte PR-Effekt die Wunden heilen wird, die der Wirtschaft sowie der Gesellschaft vor zehn Jahren zugefügt wurden. Die Investitionen kommen nicht zurück, die geschlossenen bzw. nicht gegründeten Unternehmen werden nicht neu entstehen und die Ausgewanderten werden nicht zurückkehren.  In den zurückliegenden zehn Jahren entstand ein System, das weiter arbeiten wird. Das System hat keine Angst mehr vor der Person Chodorkowski.

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