05:12 25 September 2018
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    Weniger Neujahrsgeschenke: Russen müssen sparen

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    Seit dem Krisenjahr 2008 ist die Zahl der Russen, die teure Geschenke zum Neujahrsfest machen, gestiegen, stellt die Zeitung „Nowyje Iswestija“ am Freitag fest.

    Seit dem Krisenjahr 2008 ist die Zahl der Russen, die teure Geschenke zum Neujahrsfest machen, gestiegen, stellt die Zeitung „Nowyje Iswestija“ am Freitag fest.

    Nach einer Umfrage der Zeitung werden acht Prozent (gegenüber sechs Prozent 2008) der Befragten unter den Neujahrsbaum Geschenke im Wert von mehr als 30 000 Rubel (umgerechnet etwa 670 Euro) legen. Von 19 auf 25 Prozent ist der Anteil derjenigen gestiegen, die 5000 bis 30 000 Rubel (110 bis 670 Euro) für Geschenke ausgeben werden. Die Mehrheit hat jedoch nur 1000 bis 5000 Rubel (25 bis 110 Euro) eingeplant. Der Anteil dieser Bürger ist seit 2008 von 37 auf 27 Prozent geschrumpft.

    Bemerkenswert ist jedoch: Von 16 auf 22 Prozent ist die Zahl der Russen gestiegen, die zum Neujahrsfest überhaupt keine Geschenke machen.

    „Diese Zahlen zeugen von der zunehmenden Differenzierung der Gesellschaft“, stellte der Experte der Holding Romir, Igor Beresin, fest. „Wohlhabende Russen kaufen immer teurere Geschenke. Die Reichen werden noch reicher, während die Mittelklasse aber sparen muss.“ Im Allgemeinen lässt sich nach seinen Worten ein Konsumrückgang beobachten. Dies sei auch an den Neujahrsgeschenken zu erkennen. „Die Menschen machen sich auf schwierige Zeiten gefasst. Kennzeichnend ist, dass sich die Zahl derjenigen, die den Job gewechselt haben, in diesem Jahr verdoppelt hat“, so der Soziologe.

     

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