06:50 16 Juni 2019
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    Militärübungen der russischen Armee

    Russland und Kasachstan sichern ihren Luftraum gemeinsam

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    Die russische Regierungszeitung „Rossijskaja Gaseta“ hat das Gesetz „Über die Ratifizierung des Abkommens zwischen der Russischen Föderation und der Republik Kasachstan zur Schaffung eines einheitlichen regionalen Flugabwehrsystems Russlands und Kasachstans“ im Wortlaut veröffentlicht.

    Die russische Regierungszeitung „Rossijskaja Gaseta“ hat das Gesetz „Über die Ratifizierung des Abkommens zwischen der Russischen Föderation und der Republik Kasachstan zur Schaffung eines einheitlichen regionalen Flugabwehrsystems Russlands und Kasachstans“ im Wortlaut veröffentlicht.

    Das Abkommen wurde Anfang dieses Jahres vom russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu und seinem kasachischen Amtskollegen Adilbek Schaksybekow in Astana unterzeichnet. Dieses Dokument erlaubt unter anderem, dass Kampfjets die Staatsgrenzen ohne Sondergenehmigung passieren können. Allein der Befehl eines von Moskau und Astana bevollmächtigten Kommandeurs würde ausreichen.

    Die Staatsgrenzen sowie der Austausch von militärischen Informationen sind sensible Themen. Nicht jeder Staat ist bereit, seine Souveränität zu teilen. Vielleicht aus diesem Grund dauerte die Arbeit an diesem Abkommen sechs Jahre.

    Doch Russland und Kasachstan werden seit langem vom Flugabwehrsystem der GUS geschützt. Für den Schutz des Luftraums sind zudem die Flug-, Fliegerabwehr- und funktechnischen Einheiten der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) zuständig. Wozu also ist ein weiteres Kooperationsabkommen in der Luftabwehr notwendig?

    Den Militärs zufolge werden mit dem neuen Abkommen keine Sondereinheiten zum Schutz des Luftraums beider Länder geschaffen. Es handele sich um einen gemeinsamen Bereitschaftsdienst, die Koordinierung von Aktionen, den Austausch von Informationen und um gemeinsame Übungen. Es sei ein normales Verfahren, dass früher bereits innerhalb der GUS angewendet worden sei. Eine andere Sache sei, dass das Abkommen zwischen Russland und Kasachstan die Kooperationsmöglichkeiten erweitere und die Entscheidungen in der Befehlskette erleichtere, so die Militärs.

    Für die gemeinsame  Luftabwehr seien keine neuen Stützpunkte erforderlich. Die Stäbe  bleiben an ihren bisherigen Orten. Nur die Aufgaben und Interessen würden zunehmen.

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