23:10 19 Juli 2018
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    Syrien-Konferenz: Kerry und Lawrow wollen Scheitern verhindern

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    „Genf 2“-Konferenz zu Syrien (286)
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    Wenige Tage vor den geplanten Friedensgesprächen in Genf ist weiterhin unklar, ob Teile der syrischen Opposition und der Iran daran teilnehmen, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Dienstag.

    Wenige Tage vor den geplanten Friedensgesprächen in Genf ist weiterhin unklar, ob Teile der syrischen Opposition und der Iran daran teilnehmen, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Dienstag.

    Die Verhandlungen zwischen dem russischen Außenminister Sergej Lawrow und seinem US-Amtskollegen John Kerry am Montag in Paris brachten ebenfalls keine Klarheit.

    Das Treffen begann mit einer Überraschung. Kerry begrüßte Lawrow mit einem Geschenk – einer Packung mit zwei Kartoffeln. Als Kerry während seiner Weihnachtsferien in Idaho Lawrow anrief, sagte der russische Außenminister, er habe gehört, in diesem Bundesstaat wachse eine spezielle Kartoffelsorte. „Da habe ich beschlossen, sie Sergej zu zeigen“. „Er versprach, keinen Wodka daraus zu machen und sie zu essen“, so Kerry. Darauf sagte Lawrow, dass Wodka aus Kartoffeln in Polen gemacht werde.

    Die Hauptthemen bei dem Treffen in Paris waren Syrien und der Iran. Das war das letzte Außenministertreffen vor der so genannten Genf-2-Konferenz zur Lösung der Syrien-Krise.

    Kurz zuvor hatte sich Lawrow mit dem Chef der syrischen Oppositionsplattform Nationale Koalition, Ahmed al-Dscharba, getroffen. Er rief ihn dazu auf, sich in Genf an den Verhandlungstisch zu setzen. Laut einer Quelle aus der russischen Delegation wollte Dscharba sich nicht festlegen. Der syrische Oppositionelle äußerte nicht nur Forderungen an das Assad-Regime, sondern auch an die Vertreter der zersplitterten Opposition.

    Zudem habe Dscharba den russischen Außenamtschef gebeten, die Regierung in Damaskus zu  Zugeständnissen in Genf zu drängen, wo eine Übergangsregierung gebildet werden soll. Lawrow betonte jedoch, dass er die Konfliktparteien lediglich an den Verhandlungstisch bringen wolle, den Ausgang der Gespräche aber nicht beeinflussen könne.  Die Teilnahme der syrischen Oppositionellen an der Konferenz bleibt also weiter unklar.

    Irans Teilnahme an der Friedenskonferenz ist ebenfalls unsicher. Der UN-Sondergesandte Lakhdar Brahimi sagte, die Vereinten Nationen könnten  den Iran jederzeit einladen, doch das letzte Wort hätten die Initiatoren des Treffens: Russland und die USA.

    Laut Lawrow muss der Iran unbedingt eingeladen werden. Kerry betonte zwar, er würde die Iraner gerne in Genf sehen, jedoch unter Vorbedingungen. Der Iran müsste die Ergebnisse der ersten  Genfer Friedenskonferenz öffentlich anerkennen und auf die Unterstützung der libanesischen Gruppierung Hisbollah verzichten.

    Laut einer Quelle aus der russischen Delegation ist die Teilnahme Irans ungewiss. „Eine Einladung an Teheran wurde nicht verschickt. Eine Lösung könnte sein, wenn Teheran die Ergebnisse der ersten Genfer Konferenz erneut öffentlich anerkennt“, sagte die Quelle.

     

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