15:10 15 Dezember 2017
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    Im Vorfeld von „Genf 2“: Informationskrieg zwischen Iran und Saudi-Arabien * C-Waffen-Abtransport: Russland leitet Operation * Russland festigt Positionen im Nahen und Mittleren Osten * Weg zur Annäherung zwischen Moskau und Berlin steht offen *

    Im Vorfeld von „Genf 2“: Informationskrieg zwischen Iran und Saudi-Arabien * C-Waffen-Abtransport: Russland leitet Operation * Russland festigt Positionen im Nahen und Mittleren Osten * Weg zur Annäherung zwischen Moskau und Berlin steht offen * 
    „Kommersant“ (www.kommersant.ru)


    Im Vorfeld von „Genf 2“: Informationskrieg zwischen Iran und Saudi-Arabien


    Die Vorbereitung auf die Syrien-Friedenskonferenz erfolgt unter den Bedingungen einer Eskalation des Informationskrieges zwischen den potentiellen Teilnehmern Iran und Saudi-Arabien. Während die USA ihre Zustimmung für die Einladung Teherans verweigern, weil dieses die auf der Seite von Damaskus kämpfende Hisbollah unterstützt, machen der Iran und seine Verbündeten Saudi-Arabien für die Destabilisierung in Syrien verantwortlich. Als Folge werden wahrscheinlich weder der Iran noch Saudi-Arabien an „Genf 2“ teilnehmen, was die Erfolgschancen der Konferenz wesentlich verringern würde.

     
    „Nesawissimaja Gaseta“ (www.ng.ru)


    C-Waffen-Abtransport: Russland leitet Operation 


    Russland hat die Leitung der Militäroperation zum Abtransport der C-Waffen aus Syrien übernommen. Neben russischen Kampfschiffen nehmen Schiffe der chinesischen, der norwegischen und der dänischen Kriegsmarine sowie dänische und norwegische Transportschiffe daran teil. Der Koordinierungsstab, dem Offiziere aus diesen Ländern angehören und den der russische Kapitän zur See Oleg Peschkuow, Chef des russischen Schiffsverbands, leitet, befindet sich an Bord des atomgetriebenen Raketenkreuzers „Pjotr Weliki“. Die westlichen Medien erwähnen dabei die Führungsrolle der russischen Militärs bei dieser internationalen Operation mit keinem Wort.


    Russland festigt Positionen im Nahen und Mittleren Osten


    Ein Paket von wichtigen Abkommen zwischen Russland und dem Iran im militärtechnischen und wirtschaftlichen Bereich kommt voraussichtlich zustande. Unter anderem geht es um eventuelle Lieferungen moderner Fla-Raketensysteme Antej-2500 an Teheran. Abkommen über die militärtechnische und wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Zypern, Israel und anderen Mittelmeerstaaten sind in Vorbereitung. Diese betreffen die Gasförderung sowie eine eventuelle Nutzung von Häfen und Luftwaffenstützpunkten der Region durch Russland. Einige Medien berichteten dieser Tage über Verhandlungen zwischen Moskau und Teheran. Es handelt sich um ein Geschäft, in dessen Rahmen iranisches Öl (rund 500 000 Barrel am Tag) gegen russische Waren getauscht werden soll. Diplomatische Quellen in Russland haben diese Berichte weder widerlegt noch bestätigt. Experten schließen nicht aus, dass es sich bei diesen „Waren“ auch um Waffen handelt. 


    „Iswestija“ (www.izvestia.ru)


    Weg zur Annäherung zwischen Moskau und Berlin steht offen


    Die Ernennung des Sozialdemokraten Gernot Erler zum Koordinator für die deutsch-russische zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit zeugt davon, dass die Anhänger eines „milden Kurses“ nach der Bildung der neuen Regierungskoalition die Oberhand gewonnen haben. In Wirklichkeit ist es nicht mehr so wichtig, ob Frau Merkel nach Sotschi reist oder nicht. Wichtig ist, dass sie sich geweigert hat, eine solche Reise zu verweigern. Dies bietet Putin den Weg zu einer engeren Annäherung mit Deutschland, dem eigentlichen Mittelpunkt von Westeuropa.

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