15:52 18 Dezember 2017
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    Russland koordiniert Abtransport der syrischen Chemiewaffen

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    C-Waffen in Syrien (598)
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    Russland koordiniert den internationalen Abtransport der chemischen Waffen aus Syrien, schreibt die "Nesawissimaja Gaseta" am Mittwoch unter Hinweis auf eine Beratung des russischen Generalstabs mit Verteidigungsminister Sergej Schoigu.

    Russland koordiniert den internationalen Abtransport der chemischen Waffen aus Syrien, schreibt die "Nesawissimaja Gaseta" am Mittwoch unter Hinweis auf eine Beratung des russischen Generalstabs mit Verteidigungsminister Sergej Schoigu.

    Außerdem sind an dem Einsatz die Marine Chinas, Norwegens und Dänemarks beteiligt. Der Koordinierungsstab befindet sich an Bord des russischen Atomkreuzers „Pjotr Weliki“.

    Die russischen Marinesoldaten und ihre ausländischen Kollegen sollen den Abtransport und die Entsorgung der syrischen Chemiewaffen sichern. Zu diesem Zweck befindet sich derzeit ein russischer Marineverband im Mittelmeer. Neben der „Pjotr Weliki“ besteht die Gruppierung aus dem Küstenwachschiff „Smetliwy“, den Aufklärungsschiffen „Priasowje“ und „Admiral Fjodor Golowin“, dem großen Landungsschiff „Nikolai Filtschenko“ und zwei Versorgungsschiffen. Gemeinsam mit ihren ausländischen Kollegen eskortieren sie die Transportschiffe mit den Chemiewaffen aus dem syrischen Hafen Latakia nach Italien, wo sie auf dänische und US-amerikanische Schiffe umgeladen werden. Diese bringen das hochgiftige Kampfgas zum Entsorgungsort.

    Die Chemiewaffen werden in Spezialbehältern, die Damaskus von Russland erhalten hat, zum Hafen in Latakia gebracht. Vom 18. bis 20. Dezember 2013 hatten 15 russische Frachtflugzeuge insgesamt 38 Flüge nach Syrien unternommen und in das von einem Bürgerkrieg erfasste Land 50 Kamaz-Lastwagen und 25 gepanzerte Lastwagen der Marke Ural gebracht. Darüber hinaus erhielten die Syrer 20 Wassertanks, 13 Feldküchen und 52 Soldatenzelte.

    Dass die UNO und die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) die Leitung des Abtransports der Chemiewaffen aus Syrien ausgerechnet Russland anvertraut haben, bedeutet eine große Herausforderung und eine große Verantwortung. Auf dem Spiel steht Russlands internationales Ansehen. Deshalb setzt das russische Verteidigungsministerium alle seine Ressourcen ein. Auf dem Weg ins Mittelmeer befindet sich derzeit ein Schiffsverband der Nordflotte, dem der schwere Flugzeugträger „Admiral Kusnezow“, der große U-Bootszerstörer „Admiral Lewtschenko“, das große Landungsschiff „Olenegorskij Morjak“, das Tankschiff „Kama“ und der Schlepper „Nikolai Tschiker“ angehören. Auch mehrere Schiffe der Schwarzmeerflotte sind ins Mittelmeer unterwegs.

    Auffällig ist, dass Russlands Führungsrolle beim Abtransport der syrischen Chemiewaffen in den westlichen Medien kaum Erwähnung findet.

     

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