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    Syrien: Westliche Geheimdienste nehmen Kontakt zu Assad auf

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    Die Geheimdienste der westlichen Länder suchen das Gespräch mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Donnerstag.

    Die Geheimdienste der westlichen Länder suchen das Gespräch mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Donnerstag.

    Wie der syrische Vizeaußenminister Faisal Miqdad mitteilte,  sorgen sich die Europäer um die Sicherheit angesichts des Erstarkens der Al-Qaida-nahen Gruppierungen. Zu diesem Zweck hatten sie vor kurzem Damaskus besucht und sich mit dem General der syrischen Geheimdienste, Ali Mamlouk, getroffen.

    Die Gespräche hatten bereits im November begonnen. An ihnen waren Vertreter Großbritanniens, Deutschlands, Frankreichs und Spaniens beteiligt. Vertreter der US-Geheimdienste waren nicht dabei. Aber auch in Washington ist man über die mögliche Rückkehr der europäischen Dschihadisten besorgt, deren Zahl auf 1200 geschätzt wird. London hat bereits 20 Kämpfern in Syrien die britische Staatsbürgerschaft aberkannt. In Paris wurden mehrere französische Staatsbürger wegen angeblicher Kontakte zu syrischen Extremisten festgenommen.

    „Westliche Politiker haben eine gewisse Reife erreicht und eingesehen, dass Syrien gegen salafitische und wahhabitische Terroristen kämpft, was für den Westen nützlich ist“, stellte der aus Syrien stammende US-Geschäftsmann und Assad-Anhänger  Chaled Mahjoub fest.

    Zudem ist der Westen von der Unfähigkeit des Nationalen Komitees der syrischen Revolutions- und Oppositionskräfte enttäuscht: Seit acht Monaten streiten die Assad-Gegner über Vorbedingungen zur Teilnahme an der zweiten Friedenskonferenz in Genf. Einige europäische Diplomaten räumten bereits ein, dass ihre Geheimdienste Ali Mamlouk inzwischen als einen Kompromisskandidaten betrachten, der Assad ablösen könnte und sowohl für die Opposition als auch für Damaskus akzeptabel wäre.

    Der israelische Nachrichtendienst führte neulich an, dass am syrischen Bürgerkrieg bis zu 7000 Sunniten aus dem Ausland auf der Oppositionsseite beteiligt sind, während Assad bis zu 8000 ausländische Schiiten zur Seite stehen. Etwa 4500 Sunniten kommen aus Libyen, Tunesien, Saudi-Arabien und dem Irak. Mehr als 1000 seien aus Europa gekommen. Die Zahl der Kämpfer aus den USA, Kanada und Palästina sei eher gering.

    Wegen der Kontroversen zwischen verschiedenen Oppositionsbewegungen zeigt sich Präsident Assad als einzige säkulare Alternative für die radikalen Islamisten, die eine Machtübernahme in Damaskus planen. Assads militärische Erfolge vor der „Genf-2“-Konferenz haben seine Verhandlungsposition deutlich verbessert.

     

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