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05:45 20 September 2019
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    Trotz US-Protest: Russland treibt Öl-Deal mit Iran voran

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    Moskau plant bereits Geschäfte für die Zeit nach der Aufhebung der Iran-Sanktionen, schreibt die Zeitung „Nowyje Iswestija“ am Montag.

    Moskau plant bereits Geschäfte für die Zeit nach der Aufhebung der Iran-Sanktionen, schreibt die Zeitung „Nowyje Iswestija“ am Montag.

    Die Sanktionen der EU und der USA gegen den Iran sollen in nächster Zukunft aufgehoben werden. Anschließend werden internationale Unternehmen um Geschäfte mit dem vorderasiatischen Land buhlen. Auch Russland plant Wirtschaftsprojekte mit dem Iran. Moskau und Teheran verhandeln bereits über einen Deal: Öl gegen Eisenbahnen.

    Einzelheiten zu den Verhandlungen sind nicht bekannt. Laut dem russischen Botschafter in Teheran, Lewan Dschagarjan, kommt Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew am 21. März in die iranische Hauptstadt um über die Bedingungen des Deals zu sprechen. Russische Ölkonzerne seien an Projekten im Iran interessiert, darunter an Förderprojekten im Kaspischen Meer. Wenn die Ölförderung Gewinne abwerfe, könne sich Russland an Projekten mit dem Iran beteiligen. Im Tausch gegen Öl könne Russland Teheran beim Wiederaufbau der Bahn helfen, so der Botschafter.

    Doch nicht alle Staaten sind begeistert über die Verhandlungen zwischen Russland und dem Iran. Als im Januar Berichte über die Verhandlungen auftauchten, drohten die USA mit Sanktionen, falls der Deal zustande kommt. Doch Moskau hat offenbar keine Angst vor US-Sanktionen. Botschafter Dschagarjan zufolge ist Russland ein unabhängiges Land und muss auf die USA keine Rücksicht nehmen. Moskau wolle den Handel mit dem Iran ausbauen, so der Botschafter.

    Weder von der einen noch von der anderen Seite werden Schritte unternommen, weil die Sanktionen gegen den Iran noch in Kraft sind. Doch beim Besuch Uljukajews könnten Abkommen über künftige Vorhaben unterzeichnet werden, damit Russland den Weg in dieses Land nach der Abschaffung der Sanktionen geebnet hat“, so der russische Nahost-Experte Wladimir Saschin.

    Irans neuer Präsident Hassan Rouhani plant die Rückkehr auf die weltweiten Handelsmärkte. Wie der iranische Ölminister Bijan Namdar Zangeneh mitteilte, wurde ein auf acht Jahre angelegter Investitions-Fahrplan für die Ölbranche erarbeitet. Demnach sollen 70 Milliarden Dollar in diesen Sektor angelockt werden. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos im vergangenen Monat rief Teheran die Ölkonzerne dazu auf, in die Islamische Republik zu investieren.

    Es herrscht ein regelrechtes Ringen um künftige Geschäfte mit dem Iran. Britische und französische Unternehmen haben bereits ihre Fühler nach Teheran ausgestreckt. Russland habe sich dem angeschlossen, sagte Saschin.

     

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