09:20 16 Dezember 2018
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    Russland sucht Investoren für Krim-Projekte

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    Regelung der Krise in der Ukraine (2436)
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    Moskau hat auf die Proteste der prorussischen Demonstranten auf der ukrainischen Halbinsel Krim prompt reagiert, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Donnerstag.

    Moskau hat auf die Proteste der prorussischen Demonstranten auf der ukrainischen Halbinsel Krim prompt reagiert, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Donnerstag.

    Die russische Regierung forciert mehrere Investitionsprojekte auf der Krim, die bereits vor dem Machtwechsel in Kiew beschlossen worden waren. Russlands Handels- und Industriekammer soll Investoren finden, die mehr als fünf Milliarden Dollar in Projekte auf der Halbinsel investieren würden. Die Investoren erwägen diesen Schritt jedoch erst, wenn sich die politische Lage in der Ukraine beruhigt hat.

    Das Wirtschaftsministerium soll russischen Unternehmern nahegelegt haben, sich an den Investitionsprojekten auf der Krim zu beteiligen. Die russische Handelsvertretung in der Ukraine soll bereits eine Liste mit aussichtsreichen Projekten erstellt haben. Der Gesamtwert der Projekte wurde auf mehr als fünf Milliarden Dollar beziffert.

    Die Handelsvertretung in der Ukraine wurde nach einem russisch-ukrainischen Regierungstreffen im Dezember beauftragt, eine entsprechende Liste anzufertigen. Präsident Wladimir Putin sagte damals, dass beide Länder wirtschaftlich noch enger zusammenrücken sollten. Unter anderem wurde ein Abkommen über den Bau einer Brücke über die Straße von Kertsch und über Gasrabatte für die Ukraine unterzeichnet. „Die Liste der Investitionsprojekte wurde sehr schnell erstellt. Bereits am Jahresende haben wir sie dem russischen Wirtschaftsministerium zugeschickt“, sagte eine Quelle in der Handelsvertretung. Doch die aktuellen Ereignisse in der Ukraine erschweren die Umsetzung der geplanten Projekte.

    Alexander Zibulski vom Wirtschaftsministerium bestätigte, dass bereits nach russischen Investoren für die Projekte auf der Krim gesucht werde. „Die Krim galt immer als ein attraktives Gebiet für die russischen Investoren“, so der Beamte.

    Am teuersten sind die Infrastrukturprojekte. Es handelt sich um den Umbau der Autobahn Herson-Dschankoj-Feodossija-Kertsch im Wert von 1,4 Milliarden US-Dollar und um Hafen-Projekte in Jewpatorija, Feodossija, Kertsch und Jalta im Gesamtwert von fast 1,8 Milliarden Dollar. Auf der Liste sind ebenfalls Projekte zum Bau von Ferienresorts zu finden.

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