07:02 21 September 2017
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    Blick in die russischen Zeitungen

    Blick in die russischen Zeitungen

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    Merkel in London * Russland: Keine Verbindung zwischen Übungsalarm in Russland und Ereignissen in Ukraine * Duma: russische Pässe für Ukrainer * Schuldenkrise in Ukraine

    Merkel in London * Russland: Keine Verbindung zwischen Übungsalarm in Russland und Ereignissen in Ukraine * Duma: russische Pässe für Ukrainer * Schuldenkrise in Ukraine

    „Nesawissimaja Gaseta“ (www.ng.ru)

    Merkel in London

    Bundeskanzlerin Angela Merkel ist am Donnerstag bei ihrem Besuch in Großbritannien mit betontem Respekt aufgenommen worden. Premier David Cameron hatte gehofft, dass sie sich für seine Pläne zur EU-Reform aussprechen würde. Diese Hoffnung beruhte darauf, dass die Positionen beider Top-Politiker ideologisch einander ähnlich sind, äußerten Experten. Die Sozialdemokraten in der Bundesregierung, aber auch einige Spitzenvertreter anderer EU-Länder wollen eine Verstärkung der europäischen Integration. Deshalb wurden keine substantiellen Vereinbarungen zu Camerons Vorschlägen erzielt.

    Russland: Keine Verbindung zwischen Übungsalarm in Russland und Ereignissen in Ukraine 

    Die am Mittwoch bekannt gegebene überraschende Überprüfung der Kampfbereitschaft der russischen Truppen des Militärbezirks West hat Beunruhigung in der Nato-Militärführung sowie bei den ukrainischen Generälen ausgelöst. Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu dementierte allerdings einen Zusammenhang zwischen der Truppenübung und den Ereignissen in der Ukraine. Das Verteidigungsamt dementierte auch die Medienberichte, laut denen eine russische Spezialeinheit der 3. Brigade der Hauptverwaltung Aufklärung zum Schutz der Schwarzmeerflotte nach Sewastopol entsendet wurde und dass nun die Militärs der 31. Brigade der Luftlandetruppen an der Reihe sind. An der Truppenübung, die vom 28. Februar bis 3. März dauern wird, nimmt jeder sechste Angehörige der russischen Armee teil.

    „Kommersant“ (www.kommersant.ru)

    Duma: russische Pässe für Ukrainer

    Im Zusammenhang mit den Ereignissen in der Ukraine soll nach Zeitungsangaben die Staatsduma (russisches Unterhaus) aufgefordert werden, ein erleichtertes Verfahren nicht nur für die Ausstellung russischer Pässe für die Ukrainer, sondern auch zur Eingliederung neuer Föderationssubjekte zu beschließen. Die Chefin des Duma-Sicherheitsausschusses Irina Jarowaja bewertete inzwischen die Ereignisse in der Ukraine als einen guten Anlass zur strafrechtlichen Verurteilung der Rehabilitierung der Nazi-Ideologie.

    „Wedomosti“ (www.vedomosti.ru)

    Schuldenkrise in Ukraine 

    Die Gesamtsumme der ukrainischen Schulden beläuft sich laut Premier Arseni Jazenjuk auf 130 Mrd. US-Dollar. Renten wurden bereits seit rund einem Monat nicht ausgezahlt. Die Staatskasse ist leer. Am Montag hatte der amtierende Finanzminister Juri Kolobow allerdings behauptet, dass die Ukraine „nur“ 35 Mrd. Dollar brauche. Laut Schätzungen von Morgan Stanley betragen die Außenschulden des Landes einschließlich des Privatsektors rund 137 Mrd. Dollar. Bloomberg zufolge wird das Land in diesem Jahr acht Mrd. Dollar und im nächsten Jahr neun Mrd. Dollar Staatsschulden tilgen müssen. Die Devisenreserven des Landes schrumpften im Laufe des Februars von 17,8 auf 15 Mrd. Dollar. Das ist der Tiefststand seit acht Jahren.