19:26 19 November 2018
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    Krim: Nationalisten und Tataren gegen Russen

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    Regelung der Krise in der Ukraine (2436)
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    Das Parlament der autonomen Krim-Republik hat eine Volksabstimmung über eine Abspaltung von der Ukraine beschlossen, schreibt die Zeitung „RBC Daily“ am Freitag.

    Das Parlament der autonomen Krim-Republik hat eine Volksabstimmung über eine Abspaltung von der Ukraine beschlossen, schreibt die Zeitung „RBC Daily“ am Freitag.

    In Moskau und Kiew wird jedoch betont, eine Situation wie in Transnistrien verhindern zu wollen.

    Nach dem Machtwechsel in Kiew nehmen die Spannungen auf der ukrainischen Halbinsel zu. Am Donnerstag wurden Straßensperren auf der Halbinsel aufgestellt. Zudem wurden die Gebäude des Ministerrats und des Parlaments in Simferopol von maskierten Bewaffneten besetzt. Auf dem Parlamentsgebäude weht die russische Flagge. Bei den maskierten Männern soll es sich um „Berkut“-Einheiten handeln.

    Das Regionalparlament der Krim stimmte mit 61 von 64 Stimmen für einen Volksentscheid über den künftigen Status der Autonomie, der am 25. Mai zeitgleich mit der ukrainischen Präsidentschaftswahl stattfinden soll.

    Am Donnerstag war eine russische Abgeordnetendelegation auf der Krim eingetroffen. „Die Situation ist angespannt, alarmierend. Wir sprechen mit den Menschen, erkundigen uns nach ihrer Einstellung zu den Ereignissen und zu den von der Obersten Rada verabschiedeten Gesetzen“, sagte der Abgeordnete der Regierungspartei „Geeintes Russland“ und frühere Boxer Nikolai Walujew. Bislang sei es schwer, etwas zu sagen. Russland halte sich an das Völkerrecht, was wir auch hier den Menschen sagen, so Walujew.

    Wie das Mitglied des Präsidentenrates für Menschenrechte Andrej Jurow sagte, ist die Situation außerhalb des Regierungsviertels in Simferopol ruhig.

    Laut Dmitri Orlow, Mitglied des Obersten Rates von „Geeintes Russland“, ist nicht damit zu rechnen, dass Russland sich die Krim einzuverleiben versucht. Die Präsenz der russischen Truppen auf der Halbinsel fördere den  Frieden und halte die Lage unter Kontrolle.

    Wie der Abgeordnete der ukrainischen Regierungspartei „Batjiwschtschyna“, Sergej Sobolew, mitteilte, ist Kiew bereit, der Krim weitreichende Autonomierechte zu gewähren. Man wolle ein Szenario wie in Transnistrien verhindern.

    Angesichts der angespannten Lage erwägen einige Einwohner Sewastopols, die Halbinsel zu verlassen. Die Situation gleicht fast einem Bürgerkrieg. Die islamistischen Organisationen der Krim-Tataren werden von der Türkei unterstützt, die prorussischen Organisationen von Russland. Ukrainische Nationalisten könnten die Situation auf der Krim zuspitzen. Alle Seiten sind sehr aggressiv gestimmt. Jederzeit könnte es zu blutigen Zusammenstößen kommen.

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