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    Ukraine-Krise: Neue Töne bei westlichen Medien

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    Westliche Medien haben einen neuen Ton bezüglich der Ereignisse in der Ukraine bzw. auf der Krim angeschlagen, schreibt die "Rossijskaja Gaseta" am Dienstag.

    Westliche Medien haben einen neuen Ton bezüglich der Ereignisse in der Ukraine bzw. auf der Krim angeschlagen, schreibt die "Rossijskaja Gaseta" am Dienstag.

    Mittlerweile üben sie mehr Kritik an den USA und der EU, die nur eine der ukrainischen Konfliktseiten unterstützen. So hat der Chef der deutschen Linken, Bernd Riexinger, in einem Interview für die „Lübecker Nachrichten“ die Ukraine-Politik der Amerikaner und der Europäer getadelt. Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Philipp Mißfelder, sagte gegenüber derselben Zeitung, dass „die USA und die EU auf dem Vermittlungsweg mit der Übergangsregierung in Kiew versuchen (müssen), den Sorgen der russischen Bevölkerung gerecht zu werden“.
    Mehr Aufmerksamkeit schenken die westlichen Medien der Ukraine-Strategie des Kremls. Wörter wie „Aggression“ und „Provokation“ werden nur in Anführungszeichen verwendet. Dadurch wird den Lesern zu verstehen gegeben, dass Russland nicht als Aggressor oder Provokateur betrachtet werden sollte. In der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" wurde ein Artikel über das ukrainische Sprachengesetz veröffentlicht, dessen Verabschiedung großenteils zu Spannungen in dem Land geführt hatte. Unter anderem wurde in dem Artikel der EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso zitiert, dass der ukrainische Premier ihm versichert hätte, dass dieses „umstrittene Gesetz“ nicht verabschiedet würde. In dem Artikel wird darauf verwiesen, dass die Einwohner der östlichen und südlichen Gebiete der Ukraine dieses Gesetz als Provokation wahrnehmen.

    Dieser Auffassung stimmt übrigens die deutsche Bundesregierung zu, die die Eskalation auf der Krim auf die Verschärfung der Sprachenpolitik der neuen Regierung in Kiew zurückführt.

    Zudem erkennen die europäischen Medien einen Wandel in der Ukraine-Politik der EU. „Der Spiegel“ verwies beispielsweise darauf, dass in Brüssel viele mittlerweile „das Assoziierungsabkommen mit der Ukraine, das nach offizieller Darstellung immer noch auf dem Tisch liegt, (…) erst einmal dort liegen lassen“ möchten, denn die Europäer wollen sich nicht mit den territorialen Konflikten in diesem Land befassen. Der deutsche Außenpolitik-ExperteAlexander Graf Lambsdorff zeigte sich allerdings überzeugt, dass Kiew nicht bereit sei, die Krim zu Gunsten einer EU-Integration zu opfern.

    Auffallend sind die Akzente in einigen „Spiegel“-Artikeln. Im Artikel „Operation Protektorat Krim“ vermutet der Autor, dass der Einsatz der russischen Truppen auf der Halbinsel „vielleicht in Lehrbücher für Militärtaktik eingehen“ würde. Im Artikel „Krim-Krise. Nationalisten stiften Tataren zu Anschlägen an“ werden die Mitglieder des „Rechten Sektors“ äußerst negativ dargestellt.

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