18:36 05 Dezember 2019
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    US-Investor Soros: Russland mit Ölpreis-Sturz bestrafen

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    Der Investor George Soros hat der US-Regierung angesichts der Krim-Krise vorgeschlagen, Russland mit einer Senkung der Ölpreise unter Druck zu setzen, schreibt die „RBC Daily“ am Montag.

    Der Investor George Soros hat der US-Regierung angesichts der Krim-Krise vorgeschlagen,  Russland mit einer Senkung der Ölpreise unter Druck zu setzen, schreibt die „RBC Daily“ am Montag.

    In einem Interview mit „Der Spiegel“ regte Soros dazu an, die strategischen Ölreserven der USA anzuzapfen und mit dem zusätzlichen Angebot den Preis zu drücken, was Russland empfindlicher treffen würde, als das Einfrieren der Konten von russischen Oligarchen. 

    Laut dem US-Ökonom Philip Verleger verfügen die USA über Ölreserven in Höhe von 700 Millionen Barrel. Hätten die USA 2013 täglich 500.000 Barrel aus den strategischen Lagerbeständen verkauft, wäre der Brent-Preis zum Jahresende um zwölf Dollar gesunken. Im Falle einer Preissenkung von zehn US-Dollar pro Barrel drohen Russland Verluste im Exportgeschäft in Höhe von 40 Milliarden Dollar. Das russische BIP könnte um vier Prozent fallen, so Verleger.

    Mitte März haben die US-Behörden Verlegers Vorschlag testweise in die Tat umgesetzt. Sie kündigten den Verkauf von fünf Millionen Barrel Öl aus den strategischen Lagerbeständen an. Das US-Energieministerium sprach von einer Prüfung der Systembereitschaft. Doch die Weltmärkte verstanden das als Signal an Moskau. Fünf Millionen Barrel sind ein Tropfen auf den heißen Stein. Doch der Brent-Ölpreis fiel um 53 Cent (bis auf 108,02 US-Dollar)

    Die USA hatten bereits im August 1990 nach dem zweiten Golfkrieg ihre strategischen Ölreserven angezapft. Um die Verluste während des Libyen-Krieges auszugleichen, wurden im Juni 2011 30,6 Millionen Barrel auf den Markt geworfen.

    Laut dem US-Ökonomen stehen der Verkauf der Ölreserven und die Krise in der Ukraine in keinem Zusammenhang. Er sei einfach zeitlich mit dem USA-Besuch von Arsenij Jazenjuk zusammengefallen, so der Experte.

     

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