14:28 24 April 2018
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    Blick in die russischen Zeitungen

    Blick in die russischen Zeitungen

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    Kompromiss zwischen USA und Russland zu Ukraine zeichnet sich ab * Moskau braucht Westen als Vermittler in Ukraine * Kiew nimmt Nato-Beitritt in Aussicht * Krim-Krise als Atempause für russische Wirtschaft

    Kompromiss zwischen USA und Russland zu Ukraine zeichnet sich ab * Moskau braucht Westen als Vermittler in Ukraine * Kiew nimmt Nato-Beitritt in Aussicht * Krim-Krise als Atempause für russische Wirtschaft

    „Kommersant“ (www.kommersant.ru)

    Kompromiss zwischen USA und Russland zu Ukraine zeichnet sich ab

    Erstmals seit der Zuspitzung der Krise in der Ukraine haben der Westen und Russland damit begonnen, sich einander anzunähern. Den Außenministern Russlands und der USA, Sergej Lawrow und John Kerry, ist es am Montag in Paris gelungen, Details eines Plans zur Beilegung der ukrainischen Krise zu konzipieren, der einen Kompromiss zwischen den Vorschlägen Washingtons und Moskaus darstellt. Der Plan wurde nach Zeitungsangaben auch mit Kiew abgestimmt. Die USA ließen erstmals eine Föderalisierung der Ukraine als Ausweg aus der Krise zu. Russland äußerte die Bereitschaft, die bevorstehende ukrainische Präsidentenwahl am 25. Mai anzuerkennen.

    „Nesawissimaja Gaseta“ (www.ng.ru)

    Moskau braucht Westen als Vermittler in Ukraine

    Föderalisierung, neue Verfassung, Erweiterung der Rechte der Regionen erscheint tatsächlich wie ein rationaler Anti-Krisen-Plan. Da aber Russland mit der Krim-Eingliederung den Staatsumbau in der Ukraine überholt hat, fällt es Moskau jetzt schwer, als Autor zweckmäßiger Vorschläge aufzutreten. Russland braucht eine Vermittlung des Westens nicht wegen einer politischen Unselbständigkeit von Kiew, sondern weil die ukrainischen Behörden die direkten Initiativen Moskaus nicht akzeptieren können. Das heißt mit anderen Worten: Durch die Krim-Aufnahme, welche vor der ukrainischen Präsidentenwahl und der Annahme einer neuen Verfassung des Landes zustande kam, erschwerte Russland seine Teilnahme am Umbau der ukrainischen Staatlichkeit.

    „Nowyje Iswestija“ (www.newizv.ru)

    Kiew nimmt Nato-Beitritt in Aussicht

    Der kommissarische Präsident der Ukraine, Alexander Turtschinow, hat am Montag mitgeteilt, Kiew überlege eine Änderung des Status der Ukraine als blockfreies Land. Allem Anschein nach kann das Versprechen eines Nato-Beitritts ins Wahlprogramm mancher Präsidentschaftskandidaten aufgenommen werden.

    Krim-Krise als Atempause für russische Wirtschaft

    Die Erleichterung, welche die russischen Behörden empfanden, als klar wurde, dass Russland wegen der Krim durch kein wirtschaftliches Abwürgen gefährdet ist, drängte für einen Augenblick die Probleme der eigenen Wirtschaft zurück. Unterdessen nehmen diese zu. Verstärkte Kapitalflucht und ein unvermeidlicher Rückgang der Investitionen werden die Schwierigkeiten der Russen noch weiter verschärfen. In letzter Zeit ist das Land mit  Rezession, sinkenden Löhnen, Abwertung des Rubels und Inflationszunahme konfrontiert. Zeitungsexperten zufolge wird ein Licht am Ende des Tunnels lange auf sich warten lassen. Sollten die westlichen Sanktionen ausgeweitet werden, droht der instabilen russischen Wirtschaft ein Zusammenbruch.

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