19:00 30 März 2020
SNA Radio
    Zeitungen

    Russischer Unternehmer will deutsche Werft retten

    Zeitungen
    Zum Kurzlink
    0 01
    Abonnieren

    Der russische Unternehmer Witali Jussufow will eine insolvente Werft im deutschen Stralsund übernehmen, schreibt die Zeitung „Wedomosti“ am Donnerstag.

    Der russische Unternehmer Witali Jussufow will eine insolvente Werft im deutschen Stralsund übernehmen, schreibt die Zeitung „Wedomosti“ am Donnerstag.

    Die Landesregierung in Schwerin hat der Übernahme der P+S Werften in Stralsund durch Nordic Yard grünes Licht gegeben. Zuvor war ein vorläufiges Abkommen zur Übernahme der deutschen Werft unterzeichne worden.

    Laut einem Nordic-Yards-Sprecher hatten die Verhandlungen mehrere Tage gedauert. Falls die Gläubiger der Werft dem Deal zustimmen, könnte dieser Mitte Mai perfekt gemacht werden.

    Wie ndr.de berichtete, zahlt Nordic Yards 6,5 Millionen Euro für die deutsche Werft. Nordic Yard nahm keine Stellung zu diesen Informationen.

    Die P+S WERFTEN GmbH entstand 2010 durch die Zusammenlegung der Volkswerft Stralsund und der Peene-Werft in Wolgast. Vor einigen Jahren war das Unternehmen pleite gegangen. 2012 wurde die Werft in Wolgast an die Lurssen Group verkauft. Am 1. November begann das Insolvenzverfahren. Die Schulden des Unternehmens lagen zu diesem Zeitpunkt bei 100 Millionen Euro, die Gläubigerforderungen bei 988 Millionen Euro.

    Nordic Yards verfügt seit 2009 bereits über einige Werften in Mecklenburg-Vorpommern.

    Nordic Yards will bis Ende dieses Jahres 250 Werftarbeiter beschäftigen, das Personal bis Ende 2017 aber verdoppeln. In dieser Zeit sollen 15 Millionen Euro in die Werft investiert werden. Im Herbst könnte Nordic Yards einen Teil des Auftrags von Siemens Energy in Stralsund erfüllen. Das Unternehmen soll vier Offshore-Windanlagen herstellen.

    Nordic Yards erwarte ein Investitionswachstum in den Bereichen Offshore-Öl- sowie Gasförderung und Windenergie, so das Unternehmen.
    Großaufträge von Sowkompflot, Rosneft oder Gazprom sind eher unwahrscheinlich. Die russischen Staatsunternehmen würden die Werften der Schiffsbauholding OSK bevorzugen, so der Generaldirektor der Agentur Infoline-Analytik, Michail Burmistrow. Nordic Yards könne vielleicht ein OSK-Subauftragnehmer werden, so der Experte.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    „Viele machen es durch und wissen es gar nicht“: Corona-„Überlebende“ aus Freiburg im Gespräch
    Angela Merkel ruft bei Feuerwehr an – die legt einfach auf
    Das muss ein Fake sein – dachte NATO bei den U-Booten aus der UdSSR
    Timoschenko: Kiew plant „Schwindel des Jahrhunderts“