Widgets Magazine
00:34 14 Oktober 2019
SNA Radio
    Weißes Haus

    Russlands außenpolitische Erfolge verärgern die USA

    © Foto : Matt H. Wade / Wikipedia
    Zeitungen
    Zum Kurzlink
    0 10
    Abonnieren

    Washington kann sich mit dem wachsenden internationalen Ansehen Russlands nicht abfinden, äußert der Vizevorsitzende des Verbandes russischer Diplomaten, Andrej Baklanow, in einem Beitrag für die Mittwochsausgabe der "Nesawissimaja Gaseta“.

    Washington kann sich mit dem wachsenden internationalen Ansehen Russlands nicht abfinden, äußert der Vizevorsitzende des Verbandes russischer Diplomaten, Andrej Baklanow,  in einem Beitrag für die Mittwochsausgabe der "Nesawissimaja Gaseta“.

    Trotz des Drucks der USA geht Moskau offen vor und verteidigt erfolgreich seine nationalen Interessen. Der Krim-Beitritt im März ist ein deutlicher Beweis dafür.

    Es ist offensichtlich, dass das monopolare Modell der Weltordnung, das nach dem Zerfall der Sowjetunion in den frühen 1990er-Jahren entstanden war, sein Ende gefunden hat. Mittlerweile gibt es drei Machtzentren weltweit: die USA, China und Russland, deren militärische, wirtschaftliche und andere Möglichkeiten viel größer als die aller anderen Länder sind.

    Die USA können sich aber mit dem Verlust ihrer Sonderrolle in der Welt nicht abfinden und wollen ihre globale Einflusskraft um jeden Preis behalten. Vor Jahren haben sie Chinas wirtschaftlichen und politischen Aufschwung verpasst. Jetzt können sie auch Russlands souveräne Position zu den wichtigsten internationalen und regionalen Problemen nicht beeinflussen.

    Die alte Methode, andere Länder (im gegebenen Fall Russland) unter Druck zu setzen, funktioniert jedoch nicht. Die von Washington verhängten Sanktionen sind für Moskau kaum spürbar: Der russisch-amerikanische Handelsumsatz ist sehr gering, und ein Anschluss der EU an die US-Sanktionen gegen Russland könnte für die Europäer schmerzhafte Folgen haben.

    Mit seinem zurückeroberten Status einer Supermacht sollte Russland aber sehr vorsichtig umgehen, ohne die einst von der Sowjetunion begangenen Fehler zu wiederholen.

    In erster Linie geht es um die jüngsten Ereignisse in der Ukraine, die Moskau nüchtern beurteilen sollte. Den Machtwechsel in Kiew hat es als illegitim bezeichnet. An dieser Haltung sollte der Kreml weiterhin festhalten. Besonders wichtig ist das im Hinblick auf die Nichtanerkennung der bevorstehenden Präsidentschaftswahl in der Ukraine, die offenbar nach den Regeln der Machtusurpatoren in Kiew verlaufen.

    Andere Argumente wie Hinweise auf die chaotische Situation in einzelnen Regionen der Ukraine sollte der Kreml lieber nicht anführen, weil sie künftig bezüglich der Wahlen in Krisenländern wie Syrien angeführt werden könnten.

    Zudem sollte Russland die Bestrafung von ukrainischen Politikern und Militärs fordern, die in den letzten Monaten Kriegsverbrechen gegen ihre eigenen Bürger begangen haben.

    Die Ukrainer, die unter den Aktivitäten der neuen „Machthaber“ gelitten haben, sollten von Russland jegliche Hilfe bekommen. Gleichzeitig sollte Moskau die EU-Behörden auf die massiven Menschenrechtsverletzungen in der Ukraine aufmerksam machen: Die EU-Bürokraten sollten sich an den Tatsachen und nicht an Medienberichten orientieren.

    Schließlich sollte Russland eine Entscheidung über einen Militäreinsatz im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise treffen.  Es sollte sich keineswegs in den politischen Kampf einmischen: Seine Streitkräfte dürften nur zur Vorbeugung möglicher „Strafexpeditionen“ der illegitimen ukrainischen Behörden eingesetzt werden, wie Präsident Wladimir Putin diese bezeichnet hat. Diese Aktionen könnten nur im Rahmen von gezielten Friedenseinsätzen erfolgen. Am besten sollten die daran beteiligten Truppen unmittelbar danach zu ihren Stützpunkten zurückkehren.

    Auffallend ist auch die Kritik der US-Administration am englischsprachigen TV-Sender Russia Today: Dies bedeutet, dass Moskau große Fortschritte in Sachen Propaganda macht. Es muss sich allerdings um die weitere Festigung seiner Positionen im Bereich der so genannten „Soft Power“ bemühen. Unter anderem ist es wichtig, mit ausländischen Organisationen zusammenzuwirken, die die richtigen demokratischen Werte zu schätzen wissen und dem Diktat und der Politik der Doppelstandards Widerstand leisten.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren