12:14 10 Dezember 2019
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    Seemanöver: Russland und China zeigen Stärke

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    In Shanghai ist gestern ein russischer Kriegsschiffsverband eingetroffen, der an einer Marineübung mit China teilnehmen wird, schreibt die "Nesawissimaja Gaseta" am Montag.

    In Shanghai ist gestern ein russischer Kriegsschiffsverband eingetroffen, der an einer Marineübung mit China teilnehmen wird, schreibt die "Nesawissimaja Gaseta" am Montag.

    Die Staatsoberhäupter Wladimir Putin und Xi Jinping werden der Eröffnung des vom 20. bis 25. Mai dauernden Manövers beiwohnen.

    Moskau will angesichts der Haltung des Westens, vor allem der USA, zu den Ereignissen in der Ukraine seine Beziehungen zu den asiatischen und lateinamerikanischen Ländern intensivieren. Dabei geht es nicht nur um gemeinsame Manöver, sondern auch um die militärische Präsenz in verschiedenen Regionen der Welt.

    Außenminister Sergej Lawrow sagte am Samstag, dass Moskau auf seine Pläne zur Expansion der russischen Marine nicht verzichten wolle. Dazu brauche es nicht einmal Stützpunkte in anderen Ländern, betonte er, schloss jedoch nicht aus, dass solche in absehbarer Zeit entstehen werden. In Frage kommen nach seinen Worten Länder wie Nicaragua, Kuba, Venezuela oder Argentinien. Außerdem verhandelt Moskau derzeit mit Vietnam über die Wiedereröffnung seiner früheren Militärobjekte in Cam Ranh. Weitere Stützpunkte könnten auch im Mittelmeerraum (neben dem syrischen Tartus) entstehen.

    Experten betrachten das Manöver als eine Unterstützungsaktion Pekings für die russische Marine im Ostchinesischen Meer, wo es zuletzt häufig zu Gebietsstreitigkeiten kam. Japan beansprucht bekanntlich einen Teil der russischen Kurilen und hat nicht geregelte Probleme mit China wegen der Senkaku- bzw. Diaoyu-Inseln.  Außerdem gibt es in dieser Gegend beträchtliche Bodenschatzvorräte.

    Angesichts dessen ist das russisch-chinesische Marinemanöver offenbar gerechtfertigt. Von der russischen Seite wird Vizeadmiral Alexander Fedotenkow das Kommando führen. An der Übung werden insgesamt zwölf Schiffe teilnehmen.

    „Im Fernen Osten wird Russland das militärische Zusammenwirken nicht nur mit China, sondern auch mit anderen asiatischen Ländern fördern“, vermutete das Korrespondierende Mitglied der Russischen Akademie der Militärwissenschaften, Eduard Rodjukow. Nach seinen Worten findet Mitte Juli im Japanischen Meer das russisch-indische Anti-Terror-Manöver „Indra-2014“ statt. „Genauso wie die Übungen mit China, finden diese Manöver regelmäßig statt und dienen der Festigung der geopolitischen Positionen nicht nur Russlands, sondern auch seiner asiatischen Partner“, so der Experte.

     

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