08:13 16 Dezember 2019
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    Подготовка к открытию Петербургского международного экономического форума

    St. Petersburger Wirtschaftsforum ohne deutsche Konzernchefs

    © RIA Novosti . Alexei Danichev
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    Sanktionen gegen Russland (857)
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    Das heute beginnende Wirtschaftsforum in St. Petersburg ist für deutsche Unternehmenschefs ein wichtiger Termin, schreibt die "Nesawissimaja Gaseta" am Donnerstag.

    Das heute beginnende  Wirtschaftsforum in St. Petersburg ist für deutsche Unternehmenschefs ein wichtiger Termin, schreibt die "Nesawissimaja Gaseta" am Donnerstag.

    Wegen der antirussischen Sanktionen sorgen sie sich um ihr Geschäft in Russland. Das Forum in der Newa-Metropole bietet ihnen eine gute Möglichkeit, die Zusammenarbeit mit ihren russischen Partnern auszubauen.

    Im Unterschied zu 2013 wird Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht nach St. Petersburg kommen, und zwar nicht nur weil sie gestern in Berlin der Eröffnung einer Luftfahrtmesse beiwohnte und am Freitag in Düsseldorf die US-Handelskammer besuchen wird. Es ist offensichtlich, dass sie dem Druck aus Washington nachgegeben hat.

    Das Weiße Haus hat bekanntlich den US-Unternehmen die Teilnahme am St. Petersburger Forum untersagt. Die Administration von Präsident Barack Obama versuchte auch, Deutschland zu ähnlichen Schritten zu zwingen.

    In Berlin behauptet man allerdings, die Unternehmen wegen der Ukraine-Krise nicht unter Druck zu setzen. Die Führungsspitze des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, der ungefähr 200 Großunternehmen vertritt, wurde am Montag ins Bundeskanzleramt eingeladen – offenbar um gewisse Hinweise im Vorfeld des Forums in Russland zu bekommen. Merkel nahm an dem Treffen jedoch nicht teil. Ein Vertreter der Bundesregierung versicherte danach, dass die Unternehmer selbst entscheiden dürfen, ob sie nach St. Petersburg reisen oder nicht. Diese Entscheidung dürfte ihnen aber ziemlich schwer fallen, wenn man bedenkt, dass Merkel einerseits die große Bedeutung der guten Beziehungen mit Russland hervorhebt, Vizekanzler und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel aber andererseits mit einer Verschärfung der antirussischen Sanktionen droht.

    Vor diesem Hintergrund haben sich einige Großunternehmen wie E.ON und Siemens für eine halbe Lösung entschieden: Die Konzernchefs verzichten auf ihre Teilnahme am Forum, schicken aber ihre Stellvertreter.

    Der Vorsitzende des Ost-Ausschusses, Eckhard Cordes, verwies im Vorfeld des Wirtschaftsforums auf dessen große Bedeutung für den Ausbau der Wirtschaftskooperation und warnte vor negativen Folgen von antirussischen Sanktionen.

     

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