07:14 06 Dezember 2019
SNA Radio
    A Standard Missile 3 is launched from the Aegis cruiser USS Lake Erie (CG 70) during a joint Missile Defense Agency and U.S. Navy ballistic missile flight test in the Pacific Ocean on Apr. 25, 2007

    USA: Ukraine-Krise spielt keine Rolle bei Raketenabwehr

    US Department of Defense
    Zeitungen
    Zum Kurzlink
    0 47
    Abonnieren

    Für die USA ist die Ukraine-Krise kein Grund, den Aufbau der europäischen Raketenabwehr zu forcieren, schreibt die Zeitung "Kommersant" am Freitag unter Berufung auf eine entsprechende Erklärung des Weißen Hauses.

    Für die USA ist die Ukraine-Krise kein Grund, den Aufbau der europäischen Raketenabwehr zu forcieren, schreibt die Zeitung "Kommersant" am Freitag unter Berufung auf eine entsprechende Erklärung des Weißen Hauses.

    Das US-Verteidigungsministerium hat derweil auf Hawaii die bodengestützte Modifikation der Aegis-Raketenabfangsysteme getestet.

    Wie  Pentagon-Sprecher Steve Warren mitteilte, werden solche Anlagen, die jeweils mit 24 Abfangraketen SM-3 geladen werden können, in Rumänien und Polen  2015 bzw. 2018 aufgestellt.

    Trotz dieser Erfolge will das Weiße Haus die Entwicklung der europäischen Raketenabwehr nicht zusätzlich beschleunigen, obwohl der Kongress das „wegen der provokanten Handlungen Russlands in der Ukraine“ verlangt. Die Republikaner im Repräsentantenhaus haben in der vorigen Woche auf einer Novellierung des Militäretats 2015 bestanden und außerdem das Pentagon verpflichtet, den Stützpunkt in Polen zwei Jahre früher als geplant zu errichten, damit die Aegis-Systeme dort schon im Sommer 2016 stationiert werden können.

    Im Weißen Haus hielt man diese Initiative des Kongresses jedoch für „zu aggressiv“. In einem Brief an das Repräsentantenhaus verwies die Obama-Administration darauf, „dass eine intensivere Aufstellung der europäischen Raketenabwehrkomponenten Russlands Position zur Sicherheit in Europa nicht verändern würde.“ Zugleich warnte das Weiße Haus, dass die Pläne zur Aufstellung von taktischen Raketen in Europa die USA „bei der Erfüllung unserer aktuellen internationalen Verpflichtungen behindern würden.“

    Der Kongress ließ sich von Obamas Brief jedoch nicht beeindrucken: Die Abstimmung über zusätzliche Rüstungsausgaben und die schnellere Raketenabwehraufstellung in Europa findet bis Ende dieser Woche statt.

    Experten neigen zu der Auffassung, dass der Ukraine-Konflikt das Weiße Haus doch zu einem Kurswechsel bei seinen europäischen Raketenabwehrplänen zwingen wird. „Dieses System wurde für die Abwehr möglicher Angriffe seitens des Irans und Syriens entwickelt“, so der frühere Stabschef der US-Raum- und Raketenabwehrkräfte Brigadegeneral Kevin Ryan. „Mittlerweile bestehen aber immer mehr Nato-Länder darauf, dass auch Russland auf die Gefahrenliste gesetzt wird. Das aktuelle Raketenabwehrsystem kann eine solche Aufgabe jedoch nicht lösen. Somit müsste als erstes die Zahl der Stützpunkte mit Abfangraketen vergrößert werden. Außerdem müssten neue Länder in dieses System aufgenommen werden“, ergänzte der General.

     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Qualität anders als in EU: Deutsche und andere Marken sorgen für Verbraucherskandal in Russland
    Polens Präsident Duda will in Russland plötzlich keinen Nato-Feind mehr sehen – Moskau kommentiert
    So kommentiert Merkel Ausweisung russischer Botschaftsmitarbeiter
    „Sie bauen einfach weiter“: Rohrverlegung bei Nord Stream 2 wieder aufgenommen – OMV