09:39 23 Februar 2020
SNA Radio
    Zeitungen

    Blutige Kämpfe in Donezk: Poroschenko setzt auf Härte

    Zeitungen
    Zum Kurzlink
    Entwicklung in Ostukraine (2318)
    0 10
    Abonnieren

    Bei der Offensive des ukrainischen Militärs gegen die Volkswehr in Donezk ist es zu einem großen Blutvergießen gekommen. Der frisch gewählte Präsident Pjotr Poroschenko setzt offenbar auf eine neue Taktik, schreibt die „RBC Daily“ am Mittwoch.

    Bei der Offensive des ukrainischen Militärs gegen die Volkswehr  in Donezk ist es zu einem großen Blutvergießen gekommen. Der frisch gewählte Präsident Pjotr Poroschenko setzt offenbar auf eine neue Taktik, schreibt die „RBC Daily“ am Mittwoch.

    Am Montag startete die ukrainische Armee eine Offensive gegen den besetzten Flughafen in Donezk. Die Luftstreitkräfte unterstützen die Bodentruppen der ukrainischen Armee. Am Dienstag wurde der Militäreinsatz in Donezk fortgesetzt. An dem Militäreinsatz sind die erst kürzlich gebildete Nationalgarde und Kampfjets beteiligt.

    Der ukrainische Militärexperte Alexej Arestowitsch glaubt, dass der Militäreinsatz bereits vor zwei Wochen beschlossen worden sei. Wegen der Präsidentschaftswahl wollte die ukrainische Regierung keine blutige Militäroperation riskieren. Anderthalb Monate dauerte die Vorbereitung des Militäreinsatzes – die Armee musste nicht nur aufgerüstet, sondern auch der Widerstand des Gouverneurs des Gebietes Donezk, Sergej Taruta, und des anfangs prorussischen Oligarchen Rinat Achmetow gebrochen werden.

    Nach Angaben des ukrainischen Militärs wurden in Donezk 155 Menschen getötet, 200 wurden verletzt. Die Stadtverwaltung von Donezk meldete 40 getötete Kämpfer der Bürgerwehr und drei zivile Todesopfer. Unter den 43 Verletzten seien acht russische Staatsbürger (aus Grosny, Gudermes, Moskau und von der Krim), so der Donezker Bürgermeister Alexander Lukjantschenko.

    Wie der Sprecher der ukrainischen Streitkräfte betonte, stehen tschetschenische Kämpfer in den Reihen der Donezker Widerstandsbewegung.

    Die Kiewer Behörden stellten mehrere Straßensperren zwischen Donezk, Gorlowka, Kostantinowka, Krasnoarmejsk und Jassinowataja auf. Donezk ist somit von der Außenwelt abgeschnitten. In der Stadtmitte wurden viele Kämpfer der Volkswehr „eingekesselt“.

    Weitere Kämpfer der Volkswehr befinden sich in Slawjansk. Am Dienstag sei ein Trainingscamp der Volkswehr bei Swerdlowsk (Ostukraine) zerstört worden, so Innenminister Arsen Awakow. Der Experte Arestowitsch schließt nicht aus, dass die bisher erfolgreiche Offensive gegen die Volksrepublik in der Zurückeroberung des Gebietes enden wird. Anschließend könne das Gebiet Lugansk ins Visier genommen werden. Allerdings sei ein Einsatz wegen der Nähe zur russischen Grenze schwieriger.

     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren
    Themen:
    Entwicklung in Ostukraine (2318)

    Zum Thema:

    Geheime Absprache um Steuermillionen: SPD-Spitzenpolitiker unter Verdacht
    Wenn im Glashaus keine Scheiben mehr sind — Die verlogenen Positionen der Thüringer CDU und FDP
    Sahara-Sandsturm bringt Leben auf den Kanaren zum Stillstand – Video
    Syrien droht mit Abschuss aller Flugzeuge bei Verletzung des Luftraums