21:25 10 Dezember 2016
Radio
    Zeitungen

    Russische Truppen kehren an ukrainische Grenze zurück

    Zeitungen
    Zum Kurzlink
    Regelung der Krise in der Ukraine (2428)
    0 23 0 0

    Wegen der anhaltenden Gewalt in der Ostukraine hat das das russische Verteidigungsministerium seine Rückzugspläne revidiert, schreibt die Zeitung „RBC Daily“ am Donnerstag.

    Wegen der anhaltenden Gewalt in der Ostukraine hat das das russische Verteidigungsministerium seine Rückzugspläne revidiert, schreibt die Zeitung „RBC Daily“ am Donnerstag.

    Die Militäreinheiten in den Gebieten Rostow und Belgorod werden verstärkt.

    „Die Situation hat sich zugespitzt. Die Angriffe auf russische diplomatische Vertretungen in ukrainischen Städten, Poroschenkos nicht gehaltenes Versprechen, das Feuer einzustellen, die Provokationen seitens der ukrainischen Soldaten an der Grenze. Das alles hat Russland zur Revision seiner Pläne über den Rückzug der Einheiten veranlasst“, hieß es aus dem Generalstab.

    Wie ein russischer Abgeordneter betonte, sprach sich Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Mittwoch bei einer geschlossenen Sitzung der Staatsduma für die Verstärkung der russischen Truppen an der ukrainischen Grenze aus. Auf die Frage, ob eine Sperrung des Luftraums möglich sei, antwortete der Verteidigungsminister, dass dies zwar technisch, jedoch politisch nicht möglich sei.

    Das russische Militär erörtere derzeit die Einrichtung von Hilfskorridoren in den Gebieten Donezk und Lugansk, so Oberst a.D. Anatoli Dergiljow unter Berufung auf eigene Quellen. Dieser Plan bestehe nicht in einer direkten bewaffneten Konfrontation mit der ukrainischen Armee, sondern in der Gewährleistung der Sicherheit für die friedliche Bevölkerung mittels eines Ultimatums über einen Gewaltverzicht, so Dergiljow.

    Ein Einwohner der Stadt Gukowo (Gebiet Rostow), die zehn Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liegt, sagte, dass die Zahl der Einheiten in den vergangenen drei Tagen auf das Zwei- bzw. Dreifache gestiegen sei.

    Ein Offizier aus Jekaterinburg teilte mit, dass rund die Hälfte der Soldaten aus seiner Stadt bereits vor einigen Monaten an die Grenze zur Ukraine geschickt worden sei. Es handele sich um 2000 bis 3000 Soldaten.

    Die Aktivitäten des russischen Militärs riefen die neuen Machthaber in Kiew auf den Plan. Laut dem Vorsitzenden des Verteidigungs- und Sicherheitsrats, Wladimir Tschepowoj, werden die ukrainischen Einheiten im Osten des Landes verstärkt. Die ukrainischen Streitkräfte sollen die Schützenpanzerwagen E3E1 und 4E Buzefal testen und den besseren für den Anti-Terror-Einsatz auswählen.

     

    Themen:
    Regelung der Krise in der Ukraine (2428)

    Top-Themen

    • Situation in Aleppo

      Rund 50.000 friedliche Bürger haben die östlichen Teile von Aleppo in den vergangenen zwei Tagen über die von Russland organisierten humanitären Korridore verlassen, wie der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums Igor Konaschenkow mitteilte. Ihm zufolge wurden allein am Samstag mehr als 20.000 Menschen evakuiert.

      4819500
    • Edward Snowden

      Der berühmte US-Filmemacher Oliver Stone hat bei den Dreharbeiten zum Film „Snowden“ über den ehemaligen Geheimdienstler Edward Snowden mit Russlands Präsident Wladimir Putin gesprochen, wie Stone am Samstag in einem Interview mit der britischen Zeitung „The Times“ sagte.

      32486
    • Nato

      Nach Presseberichten gab es an einem Berliner Seeufer im letzten Sommer was zu feiern. Danach soll der künftige deutsche Botschafter bei den Vereinten Nationen, Herr Christoph Heusgen, die Laudatio bei einer Preisverleihung auf den Kommunikationschef der Nato, Mister Jamie Shea, gehalten haben. Kein Wunder, was da geschah.

      393892
    • Die Flagge von Polen und der EU

      Polen hat laut dem Chef der größten oppositionellen Partei des Landes, der „Bürgerplattform“, und Ex-Außenminister Grzegorz Schetyna. seinen Einfluss auf die europäische Politik verloren. Ihm zufolge will niemand außer Ungarn nun noch mit Polen zusammenarbeiten.

      344867
    • John Kerry

      US-Außenminister John Kerry hat die bewaffnete syrische Opposition zu einem ersten Schritt für die friedliche Regelung der Krise im Land aufgerufen.

      313640
    • Bundeskanzlerin Angela Merkel

      Die jüngsten Erfolge im Kampf gegen die Terrormiliz Daesh (auch IS, Islamischer Staat) haben laut Bundeskanzlerin Angela Merkel die Sicherheitslage in Deutschland verschärft. Wie die Kanzlerin in einem wöchentlichen Video-Podcast sagte, müssen nun die Einsätze der Bundespolizei an den EU-Außengrenzen verstärkt werden.

      461912