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    Leitfaden zur Berichterstattung: Ukrainische Reporter verzerren die Realität

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    Entwicklung in Ostukraine (2318)
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    Die so genannte „Unabhängige Mediengewerkschaft der Ukraine“ hat Hinweise für Reporter veröffentlicht, die über die Kämpfe im Osten des Landes berichten, schreibt die "Rossijskaja Gaseta".

    Die so genannte „Unabhängige Mediengewerkschaft der Ukraine“ hat Hinweise für Reporter veröffentlicht, die über die Kämpfe  im Osten des Landes berichten, schreibt die "Rossijskaja Gaseta".

    Die Berichterstatter sollten keine Bilder von Leichnamen zeigen und selbst das Wort „Leiche“ nicht erwähnen, sondern durch „neutrale“ Wörter wie „Todesopfer“ ersetzen. „Demoralisierende Bilder können nicht nur die Soldaten destabilisieren, sondern auch ihre Verwandten, die dann alles tun, um die Einberufung ihrer Söhne zu verhindern“, heißt es im Dokument.

    Dasselbe gilt für Fotoreportagen über die Beerdigung von Gefallenen, „es sei denn es handelt sich um allgemein bekannte Personen“. „Wir leiden zwar mit, aber denken Sie daran, dass wir den Toten nicht mehr helfen können und dass Ihr Bericht niemandem eine Hoffnung geben kann. Solche Berichte sollten nicht veröffentlicht werden.“ Zudem sollen die TV-Moderatoren auf ihre Intonation achten, wenn sie über Verluste der ukrainischen Armee reden. Ihre Stimme sollte „nicht hoffnungslos“ klingen. Außerdem sollten sie keine Kritik am Kommando der Streitkräfte und am Verlauf der Kriegshandlungen üben. „Falls Sie ein Problem hinsichtlich der Kriegshandlungen aufgedeckt haben, berichten Sie nicht darüber, solange Sie nicht sagen können, dass an der Lösung dieses Problems bereits gearbeitet wird.“

    Zudem wurde den Reportern faktisch untersagt, von den „Feinden“ heruntergeladene Videos zu veröffentlichen. Vor allem gilt das für Videos über das Donez-Becken, in denen gefangen genommene ukrainische Soldaten zu sehen sind. „Falls Sie über Gefangene berichten, suchen Sie nach offiziellen Kommentaren kompetenter Personen, die mit den Terroristen verhandeln werden“, lautet der Hinweis. Darüber hinaus dürfen keine genauen Angaben zu den Einheiten genannt werden. Berichterstatter sollten generalisierende Begriffe wie „ukrainische Soldaten“, „ukrainische Armee“ usw. verwenden.

    Die Reporter sollen auch nicht über Kontroversen zwischen ukrainischen Politikern in Bezug auf die „Anti-Terror-Operation“ im Osten des Landes berichten. „Während der Kriegshandlungen sollten Sie keine Berichte über Widersprüche innerhalb einzelner Parteien veröffentlichen. Falls Ihnen jemand Geld dafür anbietet, raten Sie ihm, mit diesen Mitteln die Verletzten oder die Truppen zu unterstützen.“

    Zudem wurde den Journalisten ausdrücklich empfohlen, sich beim Ukrainischen Sicherheitsdienst (SBU) akkreditieren zu lassen. „Dann kann man Extremisten mit gefälschten Pressekarten von den richtigen Journalisten unterscheiden, die die Kriegshandlungen beleuchten“. Auf der „feindlichen Seite“ (im Donez-Becken) gibt es allerdings nahezu keine ukrainischen Reporter mehr.

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