03:38 15 November 2019
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    Russlands Marine entwickelt Unterwasser-Drohnen

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    Im Laufe von zwei Jahren soll eine bis zu 90 Tage autonom betriebene Unterwasser-Drohne entwickelt werden, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Donnerstag.

    Im Laufe von zwei Jahren soll eine bis zu 90 Tage autonom betriebene Unterwasser-Drohne entwickelt werden, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Donnerstag.

    Die ersten Modelle der U-Drohnen (Glider) für das russische Verteidigungsministerium sollen 2017 zur Verfügung stehen.

    Die Glider bewegen sich mit Hilfe eines Propellers. Im Inneren des an einen Torpedo erinnernden Apparats befindet sich eine luftdichte Kapsel, die aus zwei Teilen besteht. In einem Teil befindet sich die Luft und in dem anderen die Flüssigkeit, die die Luft bei der Öffnung des Ventils presst. Wegen des sinkenden Luftvolumens gleitet die Drohne hinab. Um den Apparat wieder an die Wasseroberfläche zu holen, muss die Flüssigkeit abgepumpt werden.

    Die Geschwindigkeit liegt bei maximal zwei Stundenkilometer, der Energieverbrauch ist gering. Deshalb kann der Glider mehrere Monate autonom betrieben werden.

    Der Rüstungsbeauftragte der staatlichen Schiffsbauholding OSK, Anatoli Schlemow, hatte bereits 2012 über die Entwicklung einer Unterwasser-Drohne berichtet.

    „Angesichts der Tatsache, dass die weltweit führenden Entwickler bereits seit mehr als zehn Jahren an einem Dual-Use-Glider arbeiten, ist es zweckmäßig, diese Arbeiten in Russland aufzunehmen“, hieß es in Schlemows Bericht.

    In der Zukunft sollten die Glider die Bojen ersetzen, die Informationen über den Zustand der Meere sammeln.

    Russlands Verteidigungsministerium will ein Gerät bekommen, das 300 Meter tief taucht, eine Geschwindigkeit von 0,3 bis 0,5 m/s hat und bis zu 90 Tage autonom betrieben werden kann. Die Drohne könnte bis zu sieben Kilogramm schwere Forschungsanlagen tragen und mit einem GLONASS-Modul ausgestattet werden.

    In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Drohnen so weit entwickelt, dass sie kommerziell genutzt werden können, so der Experte Boris Gaikowitsch. Laut dem ehemaligen Chef des Hauptstabs der russischen Kriegsflotte, Viktor Krawtschenko, könnten die Glider zur Beobachtung des Zustands der Meere genutzt werden. Konteradmiral a.D. Wladimir Sacharow sieht hingegen keinen großen Nutzen in den U-Drohnen, weil zur Erfassung der Schiffe auch Ortungsgeräte eingesetzt werden können.

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