03:59 16 Dezember 2019
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    Steigende Nachfrage: Kalaschnikow winken bessere Zeiten

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    Der Hersteller der russischen Kalaschnikow-Sturmgewehre könnte wegen der weltweit wachsenden Nachfrage ordentlich davon profitieren, schreibt die „Rossijskaja Gaseta“ am Donnerstag.

    Der Hersteller der russischen Kalaschnikow-Sturmgewehre könnte wegen der weltweit wachsenden Nachfrage ordentlich davon profitieren, schreibt die „Rossijskaja Gaseta“ am Donnerstag.

    Mehrere Länder in Lateinamerika sowie Süd- und Südostasien wollen ihre Sturmgewehr-Arsenale  erneuern. Diese Pläne sollen spätestens ab 2018 umgesetzt werden.

    Die AKM und AK-74 sollen schrittweise durch eine neue Generation ersetzt werden. Die Tests der neuen Ak-12 stehen kurz vor dem Abschluss. Experten zufolge zeichnet sich die neue Generation der Kalaschnikows durch eine bessere Ergonomie aus. Die AK-12 hat einen beiderseitig verstellbaren teleskopischen Anschlag. In drei Varianten kann geschossen werden:  Einzelfeuer, drei Schüsse und Dauerfeuer.

    Alle Gewehre sollen die Abkürzung AK beibehalten und in zwei Kalibern hergestellt werden – 5,45-Millimeter und 7,62-Millimeter.

    Nicht nur die Armeen wollen ihre Arsenale modernisieren. Der Markt für zivile Schusswaffen verzeichnet ein Wachstum von rund zehn Prozent im Jahr. Von 2005 bis 2010 wuchs der russische Markt für Gewehre mit gezogenem und glattem Lauf um mehr als 1,5-fache.

    Experten zufolge wird in Russland die Zahl der zivilen Waffenbesitzer rasant zunehmen und in den kommenden Jahren den Stand der führenden Länder erreichen. Zurzeit ist die Zahl der zivilen Schusswaffen pro 100 Personen um das Zehnfache niedriger als in den USA, um das Sechsfache niedriger als in Finnland, um das 3 bis 3,5-fache niedriger als in Frankreich, Schweden und Deutschland.

    Trotz der Sanktionen und Aufrufe Washingtons, die Zusammenarbeit mit Russland zu reduzieren, wird in den USA die Abschaffung der so genannten VRA-Liste (Voluntary Restraint Agreement) lobbyiert – ein Abkommen zur freiwilligen Beschränkung des Schusswaffenhandels zwischen den USA und Russland, das am 3. April 1996 abgeschlossen wurde. Sollte es tatsächlich dazu kommen, könnte der Export von zivilen Kalaschnikow-Waffen in die USA um 40 bis 45 Millionen Dollar steigen.

    Das Interesse an Kalaschnikow-Gewehren kam in den USA nach dem Ende des Vietnamkriegs auf. Die Ak-47 wurde zu einer Legende. Als es möglich wurde, diese Gewehre in Russland legal zu erwerben, stieg die Nachfrage in den USA rasant an.

    Auf der Grundlage der klassischen AK wurde eine Serie von Sport- und Jagdwaffen entwickelt, die sich wegen ihrer hohen Qualität einer großen Nachfrage erfreute. 1992 wurde die Serienproduktion von zwei Karabiner-Modellen mit glattem Lauf „Saiga“ und später der Jagd-Karabiner „Saiga-410“, „Saiga-20“ und „Saiga-12“ begonnen.

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