01:59 14 November 2018
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    Ukraine: Chaos auf dem Schlachtfeld

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    Entwicklung in Ostukraine (2318)
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    Auch westliche Militärexperten sind mittlerweile skeptisch in Bezug auf die Effizienz der Bombardierungen und der gesamten Militäroperation in der Ostukraine gestimmt, schreibt die „Rossijskaja Gaseta“ am Freitag.

    Auch westliche Militärexperten sind mittlerweile skeptisch in Bezug auf die Effizienz der Bombardierungen und der gesamten Militäroperation in der Ostukraine gestimmt, schreibt die „Rossijskaja Gaseta“ am Freitag.

    Von taktischen Fehlern der Kiewer Generäle sprechen sogar selbst die Teilnehmer der   „Strafoperation“ im Osten der Ukraine. Hunderte, wenn nicht Tausende Zivilisten wurden während des Militäreinsatzes getötet, Wohnhäuser und Infrastrukturobjekte zerstört. Die ukrainische Armee verlor etliche Flugzeuge und Hubschrauber.

    Das ukrainische Militär hat es trotz seiner Überlegenheit nicht geschafft, die Verteidigung der Aufständischen zu durchbrechen. Die schlecht ausgebildete, mit alten Waffen ausgerüstete und unmotivierte ukrainische Armee erinnert an die einiger afrikanischer Länder.

    Nach dem Zerfall der Sowjetunion erhielt Kiew drei Militärbezirke und einen Teil der Schwarzmeerflotte, die damals wegen der Nähe zu den Nato-Ländern mit modernster Technik ausgerüstet worden war. In der ukrainischen Armee standen damals fast 700.000 Soldaten in Dienst.
    23 Jahre später besteht die ukrainische Armee nur noch aus 168.000 Mann, darunter 125.000 Soldaten. Nach außen hin ähnelt die ukrainische Militärstruktur vielen europäischen Ländern, in denen der Schwerpunkt nicht auf ein großes Soldatenkontingent, sondern auf die technische Ausrüstung gelegt wird. Doch Kiew hat anscheinend auch damit Probleme. Die Armee wurde über Jahre ständig abgebaut und es wurde fast nichts in ihre Entwicklung investiert. Der Rüstungsetat der Ukraine lag im vergangenen Jahr bei rund zwei Milliarden US-Dollar (bei den USA ist er fast um das 300-fache, bei Russland fast um das 30-fache größer). Nigeria gibt für seine 130.000 Mann starke Armee fast doppelt so viel aus wie die Ukraine.

    Nicht alles hängt von der Zahl der Soldaten ab, wenn die Armee gut ausgebildet und bewaffnet ist. Doch die ukrainischen Waffenarsenale bestehen vor allem aus den in  Sowjetzeiten hergestellten Panzerschutzwagen BTR-70, Infanteriekampfwagen BMP-1, Panzer T64B1, die in der russischen Armee bereits vor langer Zeit ausgemustert wurden.

    Wie die letzten Monate zeigen, wollen die ukrainischen Soldaten nicht gegen das eigene Volk kämpfen und nicht für einen weiteren Oligarchen-Präsidenten sterben. Deswegen werden auch ausländische Söldner und Nationalisten eingesetzt. Doch sie verteidigen nicht die Integrität der Ukraine, sondern die Interessen von Oligarchen wie Igor Kolomojski, der die Spezialeinheiten Asow, Dnepr und Aidar finanziert. Die Klitschko-Brüder finanzieren jetzt eine weitere Spezialeinheit. Die Stützpunkte dieser Einheiten und die Einsatzpläne werden nicht mit dem Generalstab abgesprochen. Deswegen erinnern viele Kampfgebiete im Südosten der Ukraine an ein Schlachtfeld, wo jeder nach eigenem Ermessen handelt.

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