09:09 20 Juni 2019
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    Kiew sucht Militärbündnis mit den USA

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    Regelung der Krise in der Ukraine (2436)
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    Die Ukraine strebt den Status eines Hauptverbündeten der USA außerhalb der Nato an. Zudem soll die militär-technische Zusammenarbeit mit Washington angesichts der Militäroperation im Osten der Ukraine erweitert werden, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Montag.

    Die Ukraine strebt den Status eines Hauptverbündeten der USA außerhalb der Nato an. Zudem soll die militär-technische Zusammenarbeit mit Washington angesichts  der Militäroperation im Osten der Ukraine erweitert werden, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Montag.

    Kiew rechnet bereits in der nächsten Zeit mit einem Sonderstatus im transatlantischen Militärbündnis. Nach „Kommersant“-Angaben könnten die USA weitere Militärberater und Waffen in die Ukraine schicken. Gleichzeitig würden die USA Moskau verstärkt unter Druck setzen und damit signalisieren, dass sie bei einer Eskalation der Ukraine-Krise eine wichtigere  Rolle spielen würden.

    Dass die Ukraine demnächst den Status eines Hauptverbündeten der USA außerhalb der Nato bekommen kann, hatte der ehemalige Chef des ukrainischen Sicherheitsdienstes SBU Nikolai Malomusch mitgeteilt. Unter Berufung auf eigene Quellen in Washington haben ihm zufolge beide Kammern des US-Kongresses bereits grünes Licht für diese Idee gegeben. Mit der damit verbundenen Finanzhilfe werde Kiew in die Lage versetzt, weitere US-Militärtechnik zu kaufen oder zu pachten, so Malomusch.

    Auch der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko hatte sich vor einigen Tagen in einem CNN-Interview ähnlich darüber geäußert. „Vielleicht sollten wir den US-Kongress darum bitten, einen Sonderstatus für die Ukraine zu gewähren, wie es mit Israel, Australien, den Philippinen, wichtigen Verbündeten der USA außerhalb der Nato der Fall ist, um Sicherheitsprobleme zu lösen“, sagte Poroschenko.

    15 Länder haben derzeit den Status eines wichtigen Nicht-Nato-Verbündeten der USA. Dazu gehören unter anderem Afghanistan, Argentinien, Südkorea. Thailand, Australien, Österreich, Israel, die Philippinen und Japan. Zugleich unterscheiden sich die Beziehungen zwischen den USA und diesen Ländern voneinander. Japan hat neben einem Sonderstatus noch ein strategisches Sicherheitsabkommen mit den USA, in dem sich die USA verpflichtet haben, Japan im Verteidigungsfall beizustehen. Andere Länder stehen nicht unter diesem US-Schutz.

    „Der Erhalt des Status eines privilegierten US-Verbündeten würde zu einer Belebung der militärtechnischen Verbindungen zwischen Kiew und Washington führen. Angesichts der Tatsache, dass dieser Status das Zusammenwirken im Anti-Terror-Kampf vorsieht, können sich die US-Berater legal in der Ukraine aufhalten. Zudem können die USA die Beschränkungen bei den Waffenlieferungen abschaffen“, so der Präsident des PIR-Zentrums, Dmitri Polikanow. Es handele sich eher um ein Zeichen der politischen Unterstützung Washingtons als um reale Militärhilfe, so der Experte.

     

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