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    Transnistrien befürchtet Provokationen von ukrainischen Radikalen

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    Die Behörden der abtrünnigen Teilrepublik Transnistrien in Moldawien befürchten Provokationen von ukrainischen Radikalen, schreibt die "Nesawissimaja Gaseta" am Donnerstag.

    Die Behörden der abtrünnigen Teilrepublik Transnistrien in Moldawien befürchten Provokationen von ukrainischen Radikalen, schreibt die "Nesawissimaja Gaseta" am Donnerstag.

    Eine entsprechende Mitteilung wurde gestern auf die Website des transnistrischen Komitees für Staatssicherheit (KGB) gestellt. Es gebe „operative Informationen über Absichten der nationalistisch gesinnten Bürger der Ukraine zu einer bewaffneten Provokation an der Grenze zwischen Transnistrien und der Ukraine.“ Ein „bewaffneter Konflikt zwischen Transnistrien und der Ukraine“ sei nicht auszuschließen.

    Am Vortag hatten ukrainische und moldauische Medien berichtet, dass am transnistrischen Abschnitt der ukrainisch-moldauischen Grenze ein zwei Meter tiefer und drei Meter breiter Graben angelegt werde, dessen Länge sich auf 450 Kilometer belaufen könnte.

    Angesichts der andauernden Wirtschaftsblockade Transnistriens verschärfen sich die Spannungen um die abtrünnige Teilrepublik. Der ukrainische Abgeordnete und Vorsitzende der Radikalen-Partei, Oleg Ljaschko, äußerte vor kurzem die Absicht, nach der „Säuberung“ des Donez-Beckens von „Separatisten und Terroristen“ Transnistrien ins Visier zu nehmen. „Wir werden unseren heiligen Krieg für den Aufbau des Großen Kiewer Reiches fortsetzen“, so Ljaschko. Nach seinen Worten war der Ukraine „wegen einer ausländischen Okkupation“ ein großer Teil ihres Territoriums weggenommen worden. Dabei erwähnte der Parlamentarier „einige Regionen Polens, Moldawiens und Rumäniens“. Der Vorsitzende der moldauischen Sozialdemokratischen Partei, Viktor Schelin, erläuterte gegenüber der "Nesawissimaja Gaseta", dass es sich dabei um Transnistrien handele, „das nach 1940 aus der Ukrainischen Sowjetrepublik ausgegliedert und an die Moldauische Sowjetrepublik angeschlossen wurde.“

    Schelin bestätigte, dass die Ukraine Provokationen vorbereite. In einem solchen Fall „müsste sich  Moldawien einmischen, denn Transnistrien ist de jure sein Territorium. Dann würde Chisinau Hilfe bei der Nato beantragen. Rumänische Truppen würden dann in die Region geschickt. Das Ziel ist, die russischen Truppen aus dieser Gegend zu vertreiben, denen Russland nicht helfen könnte, weil die Ukraine die Grenzen auf dem Boden und auch in der Luft kontrolliert“, betonte der Abgeordnete. Damit könnte es in Transnistrien zu einem „Donezker Szenario“ kommen, so dass ethnische Russen die Region verlassen müssten.

    Die Situation spitze sich nicht zufällig zu, stimmte der transnistrische Politologe Andrej Safonow zu. „In Transnistrien befinden sich russische Truppen, und die Aufgabe der USA und ihrer Verbündeten ist, diese zu vertreiben. (…) In der Ukraine, in Moldawien und Transnistrien gibt es Politiker, die an einer Verschärfung der Situation interessiert sind, denn dadurch könnten sie ihre Machtstellung untermauern und ihre Fehler dadurch rechtfertigen, dass ‚der Feind vor unseren Grenzen steht‘. Diese Politiker gießen Öl ins Feuer“, so der Experte. Er zweifelt jedoch an einer Wiederholung des „Donezker Szenarios“ in Transnistrien. Eine „zweite Front“ wäre für die Ukraine sehr ungünstig. Außerdem „will niemand (in der Ukraine) gegen die Brüder in Transnistrien kämpfen“, zumal alle wissen, dass davon nur Rumänien profitieren würde. „Diese Gefahr besteht allerdings“, räumte Safonow ein. „Transnistrien und Moldawien könnten aber ein Abkommen über einen Gewaltverzicht unterzeichnen. Tiraspol könnte Moskau und Kiew, die immer noch Garanten der Regelung (der Situation in Transnistrien) bleiben, zur Friedensförderung in der Region aufrufen.“

    Das russische Außenministerium brachte derweil seine Besorgnis über die Situation in Transnistrien zum Ausdruck. „Die koordinierten Handlungen Moldawiens und der Ukraine zur Wirtschafts- und Verkehrsblockade Transnistriens, um es zu Zugeständnissen bei den Verhandlungen und zum Verzicht auf seine außenpolitischen Prioritäten zu zwingen, könnten eine Verschärfung der Situation in der Region zur Folge haben“, so das Außenamt.

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