08:52 23 Februar 2020
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    Nato verstärkt Aktivitäten an Russlands Grenzen (357)
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    Der „Kalte Krieg“ gehört wieder zum Vokabular der Politiker, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Montag.

    Der „Kalte Krieg“ gehört wieder zum Vokabular der Politiker, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Montag.

    Es wird nicht nur mit der Aufstellung von atomwaffenfähigen Langstreckenraketen an fremden Grenzen militärische Stärke demonstriert. Die Rhetorik erinnert an die Zeit der nuklearen Abschreckung zwischen der Sowjetunion und den USA.

    Am Samstag berichteten Medien, dass Schiffe der russischen Nordflotte am Donnerstag ein fremdes Boot in der Barentssee geortet hatten, das vermutlich der US-Marine gehört. Ein Schiffsverband und ein Anti-U-Boot-Flugzeug des Typs Il-38 wurden losgeschickt. Nach rund 27 Minuten zog sich das U-Boot aus den russischen Grenzgewässern zurück. Wie ein Vertreter der russischen Marine sagte, wurde nicht zum ersten Mal ein fremdes U-Boot in der Barentssee geortet.

    „Die Überwachung der Handlungen der russischen Kriegsflotte durch U-Boote der US-Marine sind nicht ungewöhnlich. Das hat sich seit Sowjetzeiten nicht geändert. Nur die Intensität hat sich geändert. Die Aktivitäten der Schiffe und U-Boote der Nato, darunter der USA, vor der russischen Küste haben deutlich zugenommen“,  sagte der ehemalige Kommandeur der Nordflotte Wjatscheslaw Popow.

    Vor diesem Hintergrund sieht die jüngste Verkündigung des Nato-Generalsekretärs Anders Fogh Rasmussen seltsam aus. „Wir haben uns davon überzeugen lassen, dass Russland die Nato nicht für einen Partner hält. Wenn Sie die Dokumente Russlands lesen, seine Top-Repräsentanten hören, verstehen Sie, dass Russland uns als Gegner ansieht“, sagte Rasmussen bei einer Pressekonferenz in Kiew am Donnerstag.

    Es sieht so aus, als ob Russland den aggressiven Schritten der Nato tatenlos zusehen soll.

    Doch Russland reagiert und löst damit Unzufriedenheit in den transatlantischen Kreisen aus. Wie der Sprecher des US-Luftwaffenkommandos Beth Smith am Donnerstag mitteilte, haben die russischen Flugzeuge in den vergangenen zehn Tagen mindestens 16 Flüge an den Grenzen Alaskas und dem Norden Kanadas absolviert. Im Aktionsradius des US-Raketenabwehrsystems soll neben vier russischen Tu-95-Langstreckenbombern und dem Anti-U-Boot-Flugzeug Tu-142 ein Il-20-Aufklärungsflugzeug geortet worden sein.

    Laut einer Quelle im US-Verteidigungsministerium erinnern die Flüge in dem von den USA kontrollierten Luftraum an die Zeit des Kalten Krieges, als sowjetische Bomber die Flugabwehrsysteme nahe der US-Grenzen zur Vorbereitung auf einen Atomkonflikt einsetzen wollten. Verschwiegen wird aber gerne, wie ein US-Aufklärungsflugzeug am 18. Juli nahe der russischen Küste auftauchte und von einer russischen Radaranlage geortet wurde. Ohne Erlaubnis drang es in den schwedischen Luftraum ein, als es vor einem russischen Abfangjäger flüchtete.

     

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