14:20 23 Oktober 2018
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    USA wollen Medienhetze gegen Russland verschärfen

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    Washington will die Propaganda gegen Russland verschärfen, stellt die "Rossijskaja Gaseta" in ihrer Freitagsausgabe fest.

    Washington will die Propaganda gegen Russland verschärfen, stellt die "Rossijskaja Gaseta" in ihrer Freitagsausgabe fest.

    Darauf haben sich die Teilnehmer einer Beratung des Broadcasting Board of Gouvernors (BBG), des wichtigsten Gremiums, das für außenpolitische Propaganda der USA zuständig ist, am Mittwoch geeinigt.

    Der Chefredakteur von Radio Free Europe/Radio Liberty (RFE/RL), Nenad Pejic, berichtete, dass in der russischen Richtung „vieles getan worden“ sei, dass aber auch neue Inhalte und mehr Kreativität nötig seien. In diesem Zusammenhang plädierte er für die Gründung eines neuen Satellitensenders, der rund um die Uhr senden würde und in Russland und anderen GUS-Ländern zu empfangen wäre. BBG-Vorsitzender Jeffrey Shell ergänzte, eine solche Perspektive sollte für die USA „nicht unerreichbar erscheinen“, obwohl dafür die Zustimmung des Weißen Hauses und des US-Kongresses erforderlich sei.

    Dass Radio Free Europe/Radio Liberty in letzter Zeit aus verschiedenen Gründen, insbesondere wegen mangelhafter Finanzierung, nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht und modernisiert werden sollte, wird in den USA seit mehreren Jahren diskutiert. 2013 wurde der RFE/RL-Chef Steven Korn wegen „unverzeihlicher Fehlentscheidungen“ und „Zerstörung der Moskauer Redaktion“ entlassen. Jetzt wird diese Arbeit offensichtlich noch intensiver geführt.

    Aber warum setzt man in Washington wieder auf eine verstärkte Propaganda gegen Russland? Die Antwort lautet: Die Amerikaner sind von der Effizienz der russischen Medien bei der Berichterstattung über die Ukraine-Krise beeindruckt.

    Der für die Öffentlichkeitsarbeit des US-Außenministeriums zuständige ehemalige Journalist Richard Stengel lobte die Aktivitäten der Russen, insbesondere in den sozialen Netzwerken. „Ich hatte gedacht, die USA würden auf diesem Gebiet dominieren, aber in Wahrheit ist das nicht so“, betonte er. Die Streitigkeiten zwischen Moskau und Washington im Zusammenhang mit der Ukraine bezeichnete er als einen „Wettbewerb auf dem Informationsmarkt“.

    Der außenpolitische Berater des US-Präsidenten, Ben Rhodes, stimmte zu, dass der Wettbewerb sich verschärft habe und dass Moskau „beträchtliche Ressourcen in sein Fernsehen bzw. seinen Rundfunk investiert, vor allem in den TV-Sender Russia Today, aber auch in andere Plattformen wie YouTube und Twitter, in soziale Netzwerke und das Fernsehen.“ Rhodes bezeichnete die von Russland verbreiteten Informationen über die Ereignisse in der Ukraine als „fragwürdig“ und stellte fest, dass die USA „aggressiv“ dagegen vorgehen sollten.

    „Wir müssen Inhalte für das globale Auditorium produzieren. In dieser Sache sollten die USA federführend sein, weil wir der kulturelle Leader sind“, sagte Obamas Berater und lobte zugleich „die unabhängigen amerikanischen Medien“.

    Diese unternehmen tatsächlich viel, um dem Weißen Haus zu gefallen: Sie berichteten über die Ukraine-Krise im Sinne der US-Behörden, selbst wenn sie keine Beweise hatten (das gilt vor allem für den Absturz der Boeing 777 der Malaysia Airlines). Zugleich verschwiegen sie den Massentod ukrainischer Zivilisten, die Entführung russischer Journalisten und die humanitäre Krise in der Ostukraine.

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