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    Ukraine will Gaspipelines mit westlichen Partnern betreiben

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    Russisch-ukrainischer Gasstreit (231)
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    Die russisch-ukrainischen Beziehungen stehen vor einer weiteren Belastungsprobe, stellt die Zeitung "Nowyje Iswestija" am Montag fest.

    Die russisch-ukrainischen Beziehungen stehen vor einer weiteren Belastungsprobe, stellt die Zeitung "Nowyje Iswestija" am Montag fest.

    Die Slowakei, die das Gas aus Russland importiert, hat mit Gaslieferungen im Reverse-Flow-Modus in die Ukraine begonnen. Eine entsprechende Vereinbarung zwischen den beiden Ländern war im April unterzeichnet worden. Die Verhandlungen hatten bereits in der Amtszeit des entmachteten Präsidenten Viktor Janukowitsch begonnen.

    Bei einem Erfolg der Testlieferungen soll der vollwertige Gastransport im September beginnen. Der russische Energiekonzern Gazprom als Gaslieferant der Slowakei hatte sich öfter dagegen geäußert. Gazprom-Chef Alexej Miller warnte sogar, dass die Gaslieferungen in die Länder, die die Ukraine mit russischem Gas versorgen würden, eingeschränkt werden könnten. 

    Zudem hat Moskau einen Anlass zum Streit mit der EU. Der ukrainische Energiekonzern Naftogas Ukrainy will demnächst offizielle Gespräche mit den Europäern über deren Beteiligung am Betrieb des ukrainischen Pipelinenetzes beginnen. In der vergangenen Woche genehmigte Werchowna Rada (ukrainisches Parlament) die Verpachtung der nationalen Pipelines ausschließlich an US-amerikanische bzw. europäische Unternehmen, während Gazprom dies verboten wurde.

    Es geht um die Gründung von zwei Unternehmen unter Beteiligung westlicher Partner, die die Pipelines und die unterirdischen Gasdepots betreiben sollen. Der Staatsanteil muss dabei allerdings bei mindestens 51 Prozent liegen. Die restlichen Anteile dürfen nur an europäische und US-amerikanische Unternehmen gehen.

    Kiews Pläne zum Betrieb des Gasnetzes mit westlichen Partnern lösten in Russland eine negative Reaktion aus. Der Abgeordnete der Staatsduma (russisches Parlamentsunterhaus), Iwan Gratschow, sagte in einem Interview mit der "Nowyje Iswestija", dass eine Übergabe der ukrainischen Gasleitungen an die Amerikaner noch schlimmer als Washingtons antirussische Sanktionen wäre.

     

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