09:19 07 Juli 2020
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    EU entgehen 6,7 Milliarden Euro wegen russischem Lebensmittel-Embargo

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    Russlands Einfuhrverbot für europäische Lebensmittel könnte die EU etwa 6,7 Milliarden Euro kosten, schreibt die Zeitung "RBC Daily" am Freitag.

    Russlands Einfuhrverbot für europäische Lebensmittel könnte die EU etwa 6,7 Milliarden Euro kosten, schreibt die Zeitung "RBC Daily" am Freitag.

    Laut einer Analyse der ING Groep, deren Experten sich auf eine Studie der Universität Groningen berufen, leidet nicht nur das Exportgeschäft, sondern auch die dienstleistenden Unternehmen (Großhandel, Transport usw.). Außerdem sind 130 000 Arbeitsplätze in den EU-Ländern gefährdet, die mit dem Russland-Geschäft direkt oder indirekt zusammenhängen

    Die größten Einbußen hat voraussichtlich Deutschland (1,3 Milliarden Euro). Nach dem BIP gemessen, muss sich Litauen auf besonders negative Folgen gefasst machen (seine Einbußen werden auf 0,4 Prozent vom BIP geschätzt). In Bezug auf die Arbeitsplätze könnten Moskaus Gegensanktionen Polen am härtesten treffen, wo 23 000 Jobs wegfallen könnten. In Deutschland könnten 21 000 Arbeitsplätze verloren gehen, in Frankreich, Spanien und Italien jeweils 10 000 Arbeitsplätze.

    Diese Zahlen seien nur ein Teil der Verluste, mit denen die EU rechnen muss, warnen die ING-Analysten. „Der wirtschaftliche Effekt der Ukraine-Krise geht über direkte oder indirekte Nebenprodukte hinaus“, so der Bericht. Vom russischen Embargo sind alle Produzenten betroffen, und nicht nur diejenigen, die ihre Produkte nach Russland liefern. Im Falle einer weiteren Eskalation der geopolitischen Krise könnten Verbraucher und Hersteller das Vertrauen zu den Politikern verlieren, was der Wirtschaft zusätzlich schaden würde.

    Am 7. August hatte Russland das Einfuhrverbot für Lebensmittel aus den USA, den EU-Ländern, Kanada, Australien und Norwegen verkündet, die zuvor antirussische Sanktionen verhängt hatten. Das Verbot gilt für Schweine- und Rindfleisch, Geflügel, Fisch, Obst und Gemüse, etc.

    Die EU-Länder hatten 2013 Lebensmittel und Landwirtschaftsprodukte für 1,8 Milliarden Euro nach Russland exportiert.

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