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    Gipfel in Wales: Nato erörtert Russland-Kurs

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    Nato verstärkt Aktivitäten an Russlands Grenzen (357)
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    Bei ihrem Gipfel im September in Wales wird die Nato Fragen diskutieren, die indirekt und direkt mit Russland zusammenhängen. Im Unterschied zu früheren Treffen wurden diesmal keine russischen Vertreter eingeladen. In Moskau hatte man angesichts der aktuellen Lage auch nicht damit gerechnet, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Montag.

    Bei ihrem Gipfel im September in Wales wird die Nato Fragen diskutieren, die indirekt und direkt mit Russland zusammenhängen. Im Unterschied zu früheren Treffen wurden diesmal keine russischen Vertreter eingeladen. In Moskau hatte man angesichts der aktuellen Lage auch nicht damit gerechnet, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Montag.

    Fünf Themen stehen bei dem NATO-Gipfel auf der Tagesordnung: die kollektive Sicherheit, die Sicherheitsausgaben, die Beziehungen zu Russland, die Erweiterung der Beziehungen und der Truppenabzug aus Afghanistan.

    Wie aus dem NATO-Hauptquartier in Brüssel verlautete, ist eine Teilnahme Russlands an dem Treffen unzweckmäßig: In Moskau heißt es, dass sich die NATO bereits im April für eine Beendigung der Zusammenarbeit entschieden habe und keine Einladungen mehr erwartet würden.

    Am ersten Tag des Gipfels sind Beratungen mit dem ukrainischen Präsidenten Pjotr Poroschenko geplant. Laut NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sollen die ukrainischen Streitkräfte modernisiert und die Militärübungen mit der Ukraine ausgeweitet werden.

    In russischen Diplomatenkreisen rechnet man nach der Ablösung Rasmussens durch den früheren norwegischen Ministerpräsidenten Jens Stoltenberg am 1. Oktober mit einer Verbesserung der Beziehungen zur Nato. Moskau setzt große Hoffnungen auf den Norweger. Rasmussen hatte die humanitäre Hilfe Russlands für die Ostukraine scharf kritisiert und als Verstoß gegen das Völkerrecht bezeichnet. Dem Nato-Chef zufolge heizt Moskau den Konflikt in der Region an. Moskau warf Rasmussen vor, sich ständig und ohne konkreten Anlass zur Ukraine-Krise äußern müssen.

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