20:43 24 April 2019
SNA Radio
    US-Aufklärungsdrohne RQ-4 Global Hawk (Archivbild)

    Kampf gegen IS: Wird Obama seinem Erzfeind Assad helfen?

    © Foto: U.S. Air Force photo by Bobbi Zapka
    Zeitungen
    Zum Kurzlink
    Lage in Syrien (189)
    0 12

    Die USA wollen Aufklärungsdrohnen gegen die radikale Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) in Syrien einsetzen, schreibt die Zeitung "Kommersant" am Mittwoch.

    Die USA wollen Aufklärungsdrohnen gegen die radikale Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) in Syrien einsetzen, schreibt die Zeitung "Kommersant" am Mittwoch.

    Anfang August hatte US-Präsident Barack Obama Luftschläge gegen IS-Stellungen im Norden des Iraks angeordnet. Anschließend schickte Washington 130 Militärberater in dieses Gebiet. Im Pentagon gibt es Überlegungen, das militärische Vorgehen im Irak neu auszurichten. Als ausgeschlossen galt bislang eine unmittelbare Bodenoperation der US-Streitkräfte.

    Da aber die IS-Kämpfer nicht nur im Irak, sondern auch in Syrien aktiv sind, wollen die USA Informationen über ihre Aktivitäten sammeln. US-Generalstabschef Martin Dempsey, der derzeit zu Besuch in Kabul weilt, sagte dazu: „Die Situation um den „Islamischen Staat“ im Irak ist uns klar. Was aber die Aktivitäten dieser Gruppierung in Syrien angeht, so brauchen wir eine klarere Vorstellung davon, um zu entscheiden, in welche Richtung wir weiter gehen.“ Dabei schloss er Luftschläge gegen IS-Positionen in Syrien nicht aus, „falls eine Gefahr für die nationale Sicherheit der USA entsteht.“ Zugleich gab der General zu verstehen, dass Washington in den Kampf gegen die radikalen Islamisten seine regionalen Verbündeten wie Jordanien, Saudi-Arabien und die Türkei einbeziehen wolle.

    Im Weißen Haus nahm man bislang keine Stellung zu den Aufklärungsflügen über Syrien. Der Sprecher des Weißen Hauses, Josh Ernst, sagte lediglich, dass sich Obama nach den Interessen der Sicherheit der US-Bürger „unabhängig von internationalen Grenzen“ richten würde.

    Der Sprecher ergänzte, dass die USA „nicht daran interessiert sind, dem Regime von Baschar al-Assad zu helfen“. Faktisch würden sie damit aber dem syrischen Präsidenten helfen, den sie seit vielen Jahren stürzen wollen. Nach den Meldungen über den Eroberungsfeldzug der IS-Kämpfer in der  nordwestlichen syrischen Provinz ar-Raqqa scheint das durchaus möglich zu sein.

    Damaskus schloss einen Militäreinsatz gegen die Islamisten unter Beteiligung äußerer Kräfte nicht aus, allerdings unter einer Bedingung. „Syrien ist zur Kooperation und Koordinierung der Terrorbekämpfung auf regionaler und internationaler Ebene bereit. Aber jegliche Versuche zur Terrorbekämpfung müssen mit der syrischen Regierung abgesprochen werden“, sagte der syrische Außenminister Walid al-Muallim.

    Die USA haben jedoch bereits erklärt, dass sie über ihre Aktivitäten in Syrien ohne Zustimmung des syrischen Präsidenten entscheiden werden.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Lage in Syrien (189)