02:57 17 Juni 2019
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    Kriegsverbrechen im Nordirak: UNO ermittelt gegen IS-Terroristen

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    Terrorgruppierung Islamischer Staat (498)
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    Russland wirft dem Westen vor, „Spielchen“ mit radikalen Islamisten im Nahen Osten zu treiben, schreibt die Zeitung "Kommersant" am Mittwoch.

    Russland wirft dem Westen vor, „Spielchen“ mit radikalen Islamisten im Nahen Osten zu treiben, schreibt die Zeitung "Kommersant" am Mittwoch.

    In einer Sondersitzung des UN-Menschenrechtsrats, die auf Initiative des Iraks und unter Mitwirkung Russlands, Chinas, der USA, Großbritanniens, Frankreichs und mehrerer anderen Länder einberufen wurde, wurde beschlossen, eine Mission in den Nordirak zu entsenden, die zu den von den Terroristen der Gruppe „Islamischer Staat“ (IS) begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit ermitteln soll.

    Wie ein Sprecher des russischen Außenministeriums nach der Sitzung mitteilte, wurde „äußerste Besorgnis wegen der Aktivitäten der Terroristen im Iran und in Syrien, wegen der schrecklichen Verbrechen der Dschihadisten gegen Frauen, Kinder, ethnische und konfessionelle Minderheiten sowie Andersdenkende zum Ausdruck gebracht.“ Angesichts dessen sei beschlossen worden, „die Bemühungen im Kampf gegen die Radikalen in der Region zu bündeln und eine weitere Expansion dieser transnationalen Gruppierung zu verhindern.“

    Darüber hinaus sprach der Vertreter des russischen Außenministeriums über die Ursachen des Terrorausbruchs im Nahen Osten: Dieser sei „großenteils das Ergebnis der rechtswidrigen gewaltsamen Einmischung in die innenpolitischen Angelegenheiten der regionalen Staaten zur Lösung eigener geopolitischer Aufgaben“. Der Sprecher ergänzte, dass „manche westliche und nahöstliche Partner Russlands ihre Spielchen mit den radikalen islamistischen Kräften fortsetzen.“

    Alle 47 Mitgliedsländer des UN-Menschenrechtsrats verurteilten entschieden die von den IS-Kämpfern begangenen Verbrechen. Gleichzeitig wurde beschlossen, dass die Mission ihren Sitz in Erbil, der Hauptstadt der Region Kurdistan, haben wird. Ende September werden die ersten Ermittlungsberichte erwartet.

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