12:30 10 Dezember 2019
SNA Radio
    Zeitungen

    Russland reagiert auf „Prompt Global Strike“-System der USA

    Zeitungen
    Zum Kurzlink
    Neue Waffen für russische Armee (670)
    0 92
    Abonnieren

    Russland erwägt ein Analogon zum amerikanischen System „Prompt Global Strike“ (PGS), schreibt die Zeitung „Wedomosti“ am Donnerstag.

    Russland erwägt ein Analogon zum amerikanischen System „Prompt Global Strike“ (PGS), schreibt die Zeitung „Wedomosti“ am Donnerstag.

    Russlands Präsident Wladimir Putin kündigte in einer Sitzung zum Rüstungsprogramm für die Jahre von 2016 bis 2025 an, persönlich die Leitung der Militär- und Industriekommission zu übernehmen. Damit gehört die Kommission nicht mehr zum Verantwortungsbereich der russischen Regierung. Vizechef der Kommission bleibt der für die Rüstungsindustrie zuständige Vizepremier Dmitri Rogosin. Sekretär der Kommission wird Vizeverteidigungsminister Juri Borissow.

    Putin gab in Auftrag, bis Ende Oktober einen neuen Finanzplan für das Rüstungsprogramm angesichts der makrowirtschaftlichen Prognosen vorzulegen. Putin zufolge wird sich Russland zwar nicht an einem Wettrüsten beteiligen, aber auf Faktoren wie den Ausbau des „Prompt Global Strike“-Systems reagieren müssen.

    Vizepremier Rogosin sagte nach der Sitzung, dass Systeme entwickelt werden müssten, die PGS-Raketen abfangen könnten. Vizeverteidigungsminister Borissow zufolge muss Russland auf die Entwicklung der US-Waffe reagieren, falls sie zu einer realen Bedrohung wird.

    Das russische Rüstungsprogramm wird alle fünf Jahre mit einer Laufzeit von zehn Jahren und unter Berücksichtigung der Erfüllung des laufenden Programms verabschiedet. Das aktuelle Rüstungsprogramm bis 2020 wird seit 2011 umgesetzt und mit 400 Milliarden Euro finanziert.

    Laut dem Experten vom Zentrum für Analyse der Strategien und Technologien, Andrej Frolow, wird im Rüstungsbereich nach 2020 mehr Wert auf  Forschung und Entwicklung gelegt, um Gegenmaßnahmen gegen neue Raketenabwehrsysteme und das „Prompt Global Strike“-System ergreifen zu können.

    Das amerikanische PGS-System sieht die Entwicklung einer Hyperschallrakete vor. Der Prototyp dieser Rakete wird gerade getestet. Mit dieser Waffe könnten die Amerikaner innerhalb einer Stunde weltweit einen konventionellen Hochpräzisionsschlag versetzen. Die Entwicklung dieses Systems benötige gute Aufklärungs- und Zielortungsmittel, über die nur die USA verfügen, so ein ehemaliger Beamter des Verteidigungsministeriums. „Prompt Global Strike“ sei gefährlich, weil man mit dieser Waffe einen konventionellen Schlag versetzen könnte, mit dem die strategischen Atomkräfte entwaffnet werden könnten. Russland arbeitet ebenfalls an der Entwicklung von Hyperschallraketen. Die Entwicklung des „Prompt Global Strike“-Systems würde jedoch erst Mitte des kommenden Jahrzehnts beendet. Deshalb sollte jetzt nicht zu viel Geld in Gegenmaßnahmen investiert werden, so die Quelle.

     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Neue Waffen für russische Armee (670)

    Zum Thema:

    In Berlin getöteter Georgier hat Terroranschläge in Moskauer U-Bahn organisiert – Putin
    Terroristen-Auto von US-Geheimwaffe getroffen – Fotos, Video
    Moskauer Ex-Bürgermeister Luschkow in München verstorben
    Normandie-Gipfel in Paris: Gefangenenaustausch und Sonderstatus vereinbart