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10:26 15 Oktober 2019
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    Abchasien und Südossetien: Beitritt zu Russland?

    © Sputnik / Maxim Avdeev
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    Laut Quellen im russischen Parlament könnten in Abchasien und Südossetien im kommenden Jahr Referenden über einen Beitritt zu Russland stattfinden, schreibt die Zeitung "Nowyje Iswestija" am Montag.

    Laut Quellen im russischen Parlament könnten in Abchasien und Südossetien im kommenden Jahr Referenden über einen Beitritt zu Russland stattfinden, schreibt die Zeitung "Nowyje Iswestija" am Montag.

    „Die russische Regierung scheint endlich begriffen zu haben, dass Russland stärker werden sollte“, sagte der Vizevorsitzende des Verfassungsausschusses in der Staatsduma (Parlamentsunterhaus), Wadim Solowjow. „Wir werden unter Druck gesetzt: Man verhängt Sanktionen gegen uns und droht uns mit Isolierung. Starken Ländern gegenüber sollte man aber nicht so vorgehen. Für uns ist es lebenswichtig, andere Nationen um uns zu scharen, genauso wie unser Land (die UdSSR) das tat. Diese Politik sollte langfristig ausgerichtet sein“, so der Abgeordnete.

    Zunächst müsse jedoch die öffentliche Meinung in Abchasien und Südossetien untersucht werden, ergänzte Solowjow. „Erst dann könnten die Volksentscheide organisiert werden. Falls sich herausstellt, dass nur 20 Prozent der dortigen Bevölkerung für einen Beitritt zu Russland sind, dann wären Referenden unangebracht.“ Dennoch zeigte sich der Parlamentarier überzeugt, dass die meisten Abchasen und Südosseten russische Staatsbürger werden wollen.

    Anerkennung der Unabhängigkeit von Abchasien und Südossetien>>

    Der Oppositionspolitiker Boris Nemzow ist jedoch davon überzeugt, dass sich Russland im Falle der Aufnahme Abchasiens und Südossetien nicht nur mit dem Westen zerstreiten würde, sondern auch seine wenigen Verbündeten verlieren könnte. „Denn beispielsweise Kasachstan und Kirgisien würden sofort begreifen, dass auch sie „geschluckt“ werden könnten.“ Russland habe „ohnehin sehr viele Probleme wie Sanktionen und die drohende Isolation.“

    Der frühere Duma-Abgeordnete Alexander Gurow äußerte, dass das Thema Beitritt Abchasiens und Südossetiens bereits vor mehreren Jahren diskutiert worden sei, und stimmte Nemzow zu. „Der Skandal um die Krim, die Probleme unserer Führung im Südosten der Ukraine – wir werden überall als Aggressoren betrachtet. Aber wir verärgern die ganze Welt und machen weiter.“ Zugleich verwies Gurow darauf, dass Abchasien und Südossetien wirtschaftlich sehr schwach seien, so dass ihre Unterstützung viel Geld kosten würde. „Der Kreml sollte sich mit anderen wichtigen Dingen befassen, und zwar beispielsweise mit der Entwicklung der Wissenschaft und der Landwirtschaft. Die jüngsten Sanktionen haben unsere Schwachstellen offensichtlich gemacht. Wir müssen die Produktion fördern und unseren Markt mit notwendigen Waren versorgen, aber nicht eine zusätzliche Bürde übernehmen, die uns nichts als viele neue politische und wirtschaftliche Probleme bescheren würde“, warnte Gurow.

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