21:18 21 Oktober 2018
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    Russlands Gegensanktionen treffen Europa hart

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    Russlands Antwort auf Sanktionen des Westens (174)
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    Die Warnungen europäischer Experten, die Russland-Sanktionen würden auch dem Westen schaden, scheinen sich zu bewahrheiten, schreibt die "Rossijskaja Gaseta" in ihrer Mittwochausgabe.

    Die Warnungen europäischer Experten, die Russland-Sanktionen würden auch dem Westen schaden, scheinen sich zu bewahrheiten, schreibt die "Rossijskaja Gaseta" in ihrer Mittwochausgabe.

    In der gestrigen Sitzung des EU-Parlaments wurde angeführt, dass sich der Schaden durch Russlands Importverbot für Lebensmittel bislang auf 5,1 Milliarden Euro belaufen hat. Russland ist der zweitgrößte Absatzmarkt für europäische Landwirtschaftsprodukte.

    Das scheint jedoch erst der Anfang zu sein: In dieser Woche prognostizierten europäische Experten, dass die Europäer mit Einbußen von Dutzenden Milliarden Euro rechnen müssen, falls die Sanktionen nicht Monate, sondern Jahre andauern. Das ist durchaus möglich, wenn man bedenkt, dass der europäische Lebensmittelexport nach Russland im vorigen Jahr bei mehr als elf Milliarden Euro gelegen hat und ständig zulegte.

    Dabei handelt es sich bei den veröffentlichten Zahlen nur um direkte Verluste. Die indirekten Verluste sind üblicherweise noch wesentlich höher.

    Hinzu kommt, dass 130 000 bis 150 000 EU-Bürger in absehbarer Zeit ihren Job verlieren könnten. Bis zu 25 000 könnten es in Polen und mindestens 21 000 in Deutschland sein. Deutschlands finanzielle Verluste werden auf 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro geschätzt. Litauen entgehen dadurch 922 Millionen Euro und Polen 840 Millionen Euro. Sehr schmerzhaft sind Russlands Gegensanktionen für die Niederlande, Dänemark und Spanien.

     

    Aber nicht nur die Landwirtschaft muss leiden. Auch die strategisch wichtigen Branchen der größten Wirtschaftsnationen müssen mit Verlusten rechnen. Davor hatte der frühere Vorstandschef von British Petroleum (BP), Tony Hayward, in einem Interview mit der "Financial Times" gewarnt. Nach seinen Worten könnten die westlichen Sanktionen „zu einer Verringerung des Ölangebots auf dem Weltmarkt führen und einen Anstieg der Ölpreise in den kommenden Jahren provozieren.“ Wegen des Schiefergas-Booms der letzten Jahre in den USA seien „die immer größer werdenden Gefahren bei den Öllieferungen übersehen worden“, weshalb sich die Weltwirtschaft jetzt auf Probleme bei den Öllieferungen gefasst machen müsse.

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