21:46 21 August 2017
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    Unabhängigkeit von Russland: USA reaktivieren bemannte Raumfahrt

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    Die US-Raumfahrtbehörde Nasa zahlt den Unternehmen Boeing und SpaceX 6,8 Milliarden Dollar für die Entwicklung neuer Raumschiffe, die Astronauten zur Internationalen Raumstation (ISS) bringen sollen. Die ersten kommerziellen Weltraumflüge sind für 2017 geplant, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Mittwoch.

    Die US-Raumfahrtbehörde Nasa zahlt den Unternehmen Boeing und SpaceX 6,8 Milliarden Dollar für die Entwicklung neuer Raumschiffe, die Astronauten zur Internationalen Raumstation (ISS) bringen sollen. Die ersten kommerziellen Weltraumflüge sind für 2017 geplant, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Mittwoch.

    Die Nasa hatte im August einen entsprechenden Bieterwettbewerb ausgeschrieben. Boeing und SpaceX bekamen den Zuschlag. Vier Astronauten sollen pro Flug zur ISS befördert werden. Beide Unternehmen sind zunächst für zwei bis sechs Weltraumflüge beauftragt worden.

    Boeings Raumschiff heißt CST-100 und soll mit einer AtlasV-Rakete ins All gestartet werden. SpaceX hatte im Mai das Raumschiff Dragon v2 vorgestellt. Das erste Modell der Trägerrakete wurde bereits 2010 präsentiert. Zwei Jahre später transportierte das Raumschiff Nutzlast zur ISS. Eine bemannte Version könnte gleichzeitig sieben Astronauten zur Raumstation befördern. Eine Falcon 9-Rakete soll das Schiff auf die Erdumlaufbahn bringen. Ein „Platz“ in dem Raumschiff kostet 20 Millionen US-Dollar.

    Seit drei Jahren ist die Nasa in der bemannten Raumfahrt auf die russischen Sojus-Raumschiffe angewiesen. Jetzt wollen die USA nicht mehr abhängig von Russland sein, zumal ein Flug in einer russischen Sojus-Kapsel rund 71 Millionen Dollar kostet.

    Wegen der Ukraine-Krise hatte die Nasa im Frühjahr die Zusammenarbeit mit der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos eingestellt. SpaceX hat den Kauf von russischen Raketentriebwerken RD-180 abgesagt. Später wurden einige russische Raumfahrtunternehmen mit Sanktionen belegt.

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