21:35 21 November 2018
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    Kiew stiftet Krim-Tataren zu Anschlägen an

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    Die ukrainischen Behörden wollen offenbar den brüchigen Waffenstillstand im Osten des Landes ausnutzen, um mit islamischen Radikalen Massenunruhen auf der Krim zu schüren, schreibt die "Nesawissimaja Gaseta" am Mittwoch.

    Die ukrainischen Behörden wollen offenbar den brüchigen Waffenstillstand im Osten des Landes ausnutzen, um mit islamischen Radikalen Massenunruhen auf der Krim zu schüren, schreibt die "Nesawissimaja Gaseta" am Mittwoch.

    Mehrere Quellen der Zeitung gaben an, dass es in Kiew entsprechende Pläne gebe.

    In Moskau nimmt man diese Informationen ernst. Medien berichten immer wieder von Durchsuchungen bei Vertretern radikaler islamischer Organisationen und deren Festnahmen. In der Ukraine  gibt es offenbar Krim-Tataren, die auf der Halbinsel in den Kampf ziehen wollen.

    Der Mufti der Krim-Muslime, Ruslan Saitwalijew, sagte gestern, dass „Anhänger der Krim-Wahhabiten und der Organisation Hisb-ut-Tahrir in sozialen Netzwerken zum Krieg auf der Krim aufrufen“. Nach seinen Worten gibt es auf der Halbinsel ziemlich viele Anhänger der radikalen Kräfte. Somit ist die Terrorgefahr auf der Krim durchaus realistisch. Ähnliche Schlüsse zog auch das Forschungszentrum für nationale Konflikte. Diese Prognose ist zwar traurig, aber kaum überraschend.

    Terrorgruppierung Islamischer Staat >>

    Von der Möglichkeit einer Aktivierung der Radikalen auf der Halbinsel hatte der sogenannte Bevollmächtigte des Präsidenten der Ukraine für die Krim-Tataren, Mustafa Dschemiljow, bereits mehrmals gesprochen. Terroranschläge auf der Krim schloss auch Igor Drus, Berater des früheren Oberhaupts des Donezker Volksheeres, Igor Strelkow, nicht aus. Nach seinen Worten werden Kämpfer, die am Krieg in Syrien teilgenommen haben, derzeit auf Stützpunkten des ukrainischen Sicherheitsdienstes (SBU) im Gebiet Lwow ausgebildet. Ihre Angriffe könnten gegen wichtige Infrastrukturobjekte wie Bahnhöfe und Bahnknotenpunkte gerichtet werden, so Drus. Ihr wichtigstes Ziel sei jedoch, eine „Revolte anzustacheln“, ergänzte er. Ein solches Szenario schloss auch der russische Sicherheitsratssekretär Nikolai Patruschew nicht aus.

    Laut Quellen gibt es im Süden der Ukraine zwei Einrichtungen, die muslimische Kämpfer ausbilden. Die erste ist das Muslimische Kulturzentrum in Dnepropetrowsk, das von Stellvertretern des Gouverneurs Igor Kolomoiski betreut wird. Die zweite befindet sich in Henitschesk (Gebiet Cherson), einer Kleinstadt an der Grenze zur Halbinsel Krim. Dort liegt der Stab des „Exil-Parlaments“ der Krim-Tataren. Vor kurzem sollen die Krim-Tataren und Kolomoiski einen Pakt zur Befreiung der Krim geschlossen haben.

    Experten vermuten, dass die für Russland größte Gefahr derzeit in Dnepropetrowsk konzentriert ist. In sozialen Netzwerken werde die Umstrukturierung des in „Neurussland“ niedergeschlagenen Sonderbataillons „Krim“ besprochen. An der von Kolomoiski finanzierten Kampfeinheit waren auch islamische Radikale beteiligt. Vor kurzem sollen sich viele Kämpfer des ukrainischen rechtsextremen „Rechten Sektors“ dieser Einheit angeschlossen haben. Das „Krim“-Bataillon soll Anschläge auf der Halbinsel planen.

    „Die russischen Geheimdienste sind auf eine solche Entwicklung der Situation gefasst“, versicherte eine Quelle in den Sicherheitsbehörden der Krim und berief sich auf Verteidigungsminister Sergej Schoigu, der den Aufbau einer großen Armeegruppierung auf der Halbinsel angekündigt hatte. Sie soll zu 80 Prozent aus Krim-Einwohnern bestehen, die sich auf der Halbinsel auskennen und Erfahrungen im Kampf gegen Rebellen seit der Zeit der „Maidan“-Proteste in Kiew haben.

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