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    Russland zieht Truppen von Grenze zur Ukraine ab

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    Die russischen Truppen beenden ihre Übungen in der Nähe der russisch-ukrainischen Grenze und kehren zu ihren Stützpunkten zurück. Das hat Präsident Wladimir Putin am Wochenende angeordnet, schreibt die Zeitung "Nowyje Iswestija" am Montag.

    Die russischen Truppen beenden ihre Übungen in der Nähe der russisch-ukrainischen Grenze und kehren zu ihren Stützpunkten zurück. Das hat Präsident Wladimir Putin am Wochenende angeordnet, schreibt die Zeitung "Nowyje Iswestija" am Montag.

    Wegen des gewaltsamen Konflikts im Nachbarland hatte Russland die Kampfbereitschaft seiner Armee geprüft. Besonders umfassend waren die Manöver im Militärbezirk Zentrum mit insgesamt 65 000 Soldaten. Im Gebiet Rostow und in der Region Stawropol im Süden des Landes gab es zudem Ende Juli dreitägige Übungen der Luftstreitkräfte.

    Die Behörden in Kiew behaupteten, dass russische Soldaten den ukrainischen Boden betreten hätten. Russische Menschenrechtler schließen nicht aus, dass in der Ukraine eine große Zahl von russischen Soldaten ums Leben gekommen ist.

    Auffallend ist, dass Putin den Truppenabzug angeordnet hat, nachdem die ukrainischen Konfliktseiten laut Medienberichten ein Abkommen über die Festlegung der Grenze zwischen der Ukraine und der selbsternannten Donezker Volksrepublik unterzeichnet hatten, obwohl der Sprecher der ukrainischen „Anti-Terror-Operation“, Wladislaw Selesnjow, diese Informationen dementierte. Aus dem Donezbecken kommen derweil Berichte über ständig neue Gefechte.

    Der Vizevorsitzende des Verteidigungsausschusses in der russischen Staatsduma (Parlamentsunterhaus), Franz Klinzewitsch, sagte, die Truppen seien abgezogen worden, um die ukrainischen Behörden nicht zur Gewaltanwendung zu provozieren. „Sie tun ihr ‚Äußerstes‘, um den Waffenstillstand zu brechen. Und falls die russischen Truppen tatsächlich im Donezbecken gewesen wären, hätte das sehr negative Folgen für unser Land gehabt. Deshalb gab es sie dort nicht“, so der Parlamentarier.

    Waffenruhe in der Ukraine>>

    Ähnlich äußerte sich auch der Vizevorsitzende des Verfassungsausschusses in der Staatsduma, Wadim Solowjow. „Die Lage im Donezbecken hat sich stabilisiert. Die russischen Truppen befanden sich im Gebiet Rostow, um unsere Staatsgrenze eventuell zu schützen. (…) Jetzt müssen wir hoffen, dass die Situation endgültig geregelt wird. Zwischen der russischen und der ukrainischen Seite sowie den Volkswehrmilizen gibt es keine unüberwindbaren Hindernisse. Die Seiten sollten am Verhandlungstisch zusammenkommen.“

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