09:07 20 Juni 2019
SNA Radio
    Zeitungen

    Putin warnt vor Heroisierung des Faschismus

    Zeitungen
    Zum Kurzlink
    Regelung der Krise in der Ukraine (2436)
    0 41

    Der Impfstoff gegen das Nazi-Virus aus der Zeit der Nürnberger Prozesse verliert dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zufolge seine Wirkung in Europa, schreibt die "Rossijskaja Gaseta" in ihrer Donnerstagausgabe unter Berufung auf ein Interview Putins mit der serbischen Tageszeitung „Politika“ anlässlich seines heutigen Besuchs in Belgrad.

    Der Impfstoff gegen das Nazi-Virus aus der Zeit der Nürnberger Prozesse verliert dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zufolge seine Wirkung in Europa, schreibt die "Rossijskaja Gaseta" in ihrer Donnerstagausgabe unter Berufung auf ein Interview Putins mit der serbischen Tageszeitung „Politika“ anlässlich seines heutigen Besuchs in Belgrad.

    In Belgrad nimmt Putin an den Feierlichkeiten zum 70-jährigen Jubiläum der Befreiung der Stadt von den Hitler-Faschisten teil.

    „Leider verliert der Impfstoff gegen das Nazi-Virus, der bei den Nürnberger Prozessen entwickelt wurde, seine Wirkung in einigen europäischen Ländern“, so Putin. „Ein anschaulicher Beweis dafür ist das Aufkommen des Neonazismus, der in Lettland und anderen baltischen Ländern inzwischen zur alltäglichen Erscheinung geworden sind. Besondere Besorgnis ruft in dieser Hinsicht die Lage in der Ukraine hervor, wo es im Februar zu einem verfassungswidrigen Staatsstreich gekommen ist, angeführt von Nationalisten und anderen radikalen Gruppierungen.“

    Putin erinnerte daran, dass die Länder der Anti-Hitler-Koalition „es geschafft haben, die verbrecherische Ideologie des Menschenhasses zu eliminieren, die das weitere Bestehen der Zivilisation gefährdete. Die Menschheit sollte nie vergessen, welch schrecklichen Folgen die Überzeugung von der eigenen Auserwähltheit und die Versuche haben, mit allen Mitteln zweifelhafte geopolitische Ziele zu erreichen.“ Nach seinen Worten sollte die Menschheit alles tun, um solche Tragödien künftig zu verhindern.

    „Es ist unsere gemeinsame Pflicht, der Heroisierung des Nazismus und jeglichen Versuchen zur Revision der Ergebnisse des Zweiten Weltkriegs entgegenzuwirken und gegen jegliche Formen von  Rassismus, Fremdenhass, aggressiven Nationalismus und Chauvinismus konsequent zu kämpfen“, so der russische Präsident weiter.

    Putin zeigte sich überzeugt, dass die Jubiläumsfeierlichkeiten in Belgrad „ein weiterer Beweis für die aufrichtige Freundschaft zwischen den Völkern“ werden, „die sich auf gegenseitige Sympathie und Achtung, auf geistige Verbundenheit und die Waffenbruderschaft während des Zweiten Weltkriegs stützt.“

    „Wir sind unseren serbischen Freunden sehr dankbar, dass sie das Gedenken an die sowjetischen Soldaten bewahren, die neben den Soldaten der jugoslawischen Volksbefreiungsarmee gegen die Hitler-Besatzer kämpften“, ergänzte Putin.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Regelung der Krise in der Ukraine (2436)