07:36 22 August 2017
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    Blick in die russischen Zeitungen

    Blick in die russischen Zeitungen

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    Europa verspricht Kiew Geld für Gaskäufe / Merkel gegen Cameron / Putin: Ukraine ist nicht Ursache der internationalen Zuspitzung / Russland: Haushaltskürzungen in Aussicht genommen

    „Nesawissimaja Gaseta“ (www.ng.ru)

    Europa verspricht Kiew Geld für Gaskäufe

    Europa hat Kiew versprochen, eine Milliarde Dollar für die Bezahlung der Beheizung der Ukraine mit russischem Gas zu sammeln. Auf diese Weise wollen die Europäer das Risiko eines Gastransitstopps über die Ukraine verringern. Wie Präsident Pjotr Poroschenko mitteilte, soll die Abstimmung der Lieferbedingungen am Mittwoch stattfinden – allerdings wenn der Kompromiss nicht durch den innenpolitischen Kampf in Kiew verhindert wird.

    Merkel gegen Cameron

    Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnt den Vorschlag des britischen Premiers David Cameron, die freie Einreise von Migranten aus der EU in Großbritannien einzuschränken, entschieden ab. Wie Merkel betonte, wird sie sich darum bemühen, dass Camerons Vorschlag nicht umgesetzt wird. Vor der Bundeskanzlerin hatten bereits der Chef der EU-Kommission Jose Manuel Barroso und sein Nachfolger, Jean-Claude Juncker, die Pläne des britischen Premiers als einen „historischen Fehler“ kritisiert.

    „Rossijskaja Gaseta“ (www.rg.ru)

    Putin: Ukraine ist nicht Ursache der internationalen Zuspitzung

    Der russische Staatschef ist überzeugt, dass die Krise in der Ukraine nicht die Hauptursache der Verschlechterung der internationalen Beziehungen war, sondern eine Folge davon, dass diese aus dem Gleichgewicht gekommen sind. Wie er beim jüngsten Valdai-Treffen sagte, ist die Ukraine ein souveräner Staat mit einer komplexen Struktur. Um ihre Einheit aufrechtzuerhalten, muss der Krieg beendet werden. Kiew zeige aber keinen Wunsch, das Problem friedlich zu regeln. Die internationale Völkergemeinschaft sei geneigt, dies zu ignorieren. „Von einer nichtproportionalen Gewaltanwendung spricht die Welt heute nicht mehr“, betonte er.

    „Wedomosti“ (www.vedomosti.ru)

    Russland: Haushaltskürzungen in Aussicht genommen

    Der Staatshaushalt, den die russische Staatsduma derzeit behandelt, hat bereits seine Aktualität verloren. Das Finanzministerium schlägt vor, eine Ersatzvariante des Dokuments zu konzipieren, das eine zehnprozentige Kürzung der Ausgaben in den Jahren 2016 und 2017 vorsieht. Der jetzige Haushaltsentwurf beruht laut Finanzminister Anton Siluanow „auf einer anderen wirtschaftlichen Realität“, nämlich auf einer Prognose des Wirtschaftsministeriums, die höhere Ölpreise, die Aufhebung der Sanktionen gegen Russland und eine kontinuierliche Beschleunigung des Wirtschaftswachstums vorsah.

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