09:13 16 Dezember 2018
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    Russlands Pipeline-Projekte in Europa stehen auf der Kippe

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    Bau der South-Stream-Pipeline (209)
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    Wegen der Spannungen mit Moskau wollen die Europäer ihre Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen verringern. Die zwei russischen Pipeline-Projekte Nord Stream und South Stream sind unmittelbar davon betroffen, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Dienstag.

    Wegen der Spannungen mit Moskau wollen die Europäer ihre Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen verringern. Die zwei russischen Pipeline-Projekte Nord Stream und South Stream sind unmittelbar davon betroffen, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Dienstag.

    Großbritannien will sich der Gaspipeline Nord Stream nicht mehr anschließen. Zwischen dem Westen und Russland herrscht derzeit Eiszeit. 2012 hatte das britische Parlament dem Gasdeal mit Russland zugestimmt. Damals äußerte der britische  Handelsminister Michael Fallon, dass London an russischem Gas, Infrastrukturprojekten und Gasspeichern interessiert sei.

    Von Großbritanniens Anschluss an die Nord-Stream-Pipeline hätte Russland am meisten profitiert, weil es mittlerweile nur einen beschränkten Zugang zur Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung (OPAL) hat. Die Kosten für die Gaspipeline rechnen sich nicht mehr für Gazprom.

    Experten führen den Verzicht Großbritanniens auf die politischen Meinungsverschiedenheiten mit Moskau zurück. 2020 drohen Großbritannien Versorgungsengpässe, weil mehr als 70 Prozent des Gases importiert werden müssen.

    Wegen des politischen Faktors steht auch die geplante South-Stream-Pipeline vor einer ungewissen Zukunft. Rumänien kündigte seinen Ausstieg aus dem Projekt an. Der rumänische Regierungschef Victor Ponta erklärte, dass sein Land sich nicht von Russland abhängig mache  und in eigene Gaspipelines im Schwarzen Meer investieren wolle.

    Im Gegensatz zu Großbritannien und Rumänien versucht Ungarn die EU-Beschränkungen für den Bau der South-Stream-Pipeline zu umgehen. 2017 wollen die Ungarn ihren Abschnitt der Pipeline fertigstellen.

    Die EU will die South-Stream-Pipeline unter allen Umständen verhindern. Der Bau der Rohrleitung in Bulgarien verstößt gegen die Richtlinien des Dritten Energiepakets der EU. Die EU warnten Mazedonien und Serbien davor, sich dem South-Stream-Projekt anzuschließen, weil in diesem Fall eine europäische Integration nicht mehr in Frage käme.

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