19:38 15 Dezember 2019
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    Das Geschäft mit Putin boomt

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    Immer mehr Firmen versuchen mit dem Image des russischen Präsidenten Wladimir Putin Geld zu verdienen, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Montag.

    Immer mehr Firmen versuchen mit dem Image des russischen Präsidenten Wladimir Putin Geld zu verdienen, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Montag.

    Der russische Präsident sehe die Geschäftemacherei mit seinem Konterfei negativ, sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow. Doch die Bekämpfung solcher Erscheinungen gehöre „nicht zu unseren Prioritäten“, so der Sprecher.

    Das Konterfei Putins, der vom US-Magazin „Forbes“ erneut zum mächtigsten Menschen der Welt gekürt wurde, ist auf T-Shirts abgebildet. In Jerusalem gibt es eine Putin-Bar, im serbischen Novi Sad ein Café „Putin“. Zudem werden goldene und Titan-Smartphones, Gadget-Covers, Tassen, Wanduhren, Magnete und Maus-Pads mit Putins Konterfei verkauft.

    Nach „Iswestija“-Angaben bringt die angeblich italienische Firma Perla Penna demnächst das goldene iPhone6 Supremo Putin II unter der Marke „Caviar“ auf den russischen Markt. Die offizielle Präsentation findet am heutigen Montag statt. Im Juni stellte die Firma die erste Version des Luxus-Apple-Geräts vor - das goldene iPhone 5S Supremo Putin mit dem Konterfei der Kreml-Chefs, dem russischen Staatswappen und einigen Zeilen aus der russischen Hymne. Das iPhone kostet ca. 2800 Euro. Laut Firmenangaben war die erste Partei der goldenen iPhones 5S mit Putins Konterfei (44 Stück) bereits am ersten Tag ausverkauft. Weitere 100 Stück waren ebenfalls blitzschnell ausverkauft.

    Laut der Juristin Irina Tulubjewa muss eine Person eine schriftliche Erlaubnis erteilen, um ihren Namen und ihr Konterfei für kommerzielle Zwecke nutzen zu dürfen. Lobowa zufolge hat Putin den Unternehmen keine solche Erlaubnis erteilt.

    Experten zufolge werden die Namen von historischen Persönlichkeiten und bekannten Politikern häufig für geschäftliche Zwecke ohne Erlaubnis dieser Personen bzw. ihrer Familienmitgliederr genutzt. Laut dem Politologen Nikolai Mironow ziehen bekannte Politiker dagegen nicht vor Gericht. Auch Marktforscher Nikolas Koro ist dieser Ansicht. So sei beispielsweise das Image von Barack Obama beim letzten Wahlkampf sowohl von seinen Anhängern als auch von den Gegnern genutzt worden. Neben Tassen und T-Shirts wurden auch Voodoo-Puppen hergestellt. Es habe kein gerichtliches Verbot gegeben, weil die Aussicht auf Erfolg zu minimal sei. Es handelte sich um eine künstlerische Form.

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